Irgendwo in Deutschland Ende der 90er Jahre: Leonie, genannt Leo, hat ihr Abitur frisch in der Tasche und ist bereit für das Leben und die Freiheit. Blöd, dass sich ihr so viele Hindernisse (das Leben eben) in den Weg stellen: Streit mit der Mutter, Strafanzeige gegen den Vater und Ferientage mit dem kleinen Bruder, statt ein Sommer mit Olli, der sie erst geküsst und es dann doch nicht Ernst gemeint hat. Der Ferienjob im Café ist auch nicht gerade cool und die berufliche Zukunft ist ein großes Fragezeichen. Zum Glück gibt es die Videothek “Little Hollywood” - Leonie liebt es, sich in Filme zu flüchten. Doch dann kristallisiert sich auf privater und beruflicher Ebene eine Perspektive heraus und Leonie erkennt, dass das Leben schon längst angefangen hat und von ihr gestaltet werden will.
"Little Hollywood” ist ein klassischer Coming-of-Age-Roman, in dem wir zusammen mit Leonie DIE Wochen des letzten Sommers vor dem endgültigen Erwachsenwerden erleben. Zwischen familiären Konflikten, Orientierungslosigkeit und dem Drang nach Selbstverwirklichung lernt Leo in diesem Sommer loszulassen und mutig ihren Weg zu gehen. Inga Hanka ist in einer bildlichen und berührenden Sprache eine Liebeserklärung an das Erwachsenwerden und an Filme gelungen. Ich habe dieses Debüt unheimlich gerne gelesen, vermisse Leo ein bisschen und freue mich auf das nächste Buch der Autorin.

Gebunden, 24,--  EUR *)

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