
Pinas Leben dreht sich fast ausschließlich um ihren autistischen 20-jährigen Sohn Leo. Sie ist alleinerziehend und am Ende ihrer seelischen und körperlichen Belastungsgrenze. Dann hat sie einen Unfall, landet auf der Intensivstation und fällt aus. Die anderen Bewohner des Mietshauses, die zornige Schulabbrecherin Zola, die verwitwete und auf den Tod wartende Inge und der in eine Telefonverkäuferin verliebte und einsame Wojtek stehen plötzlich vor der Herausforderung sich um Leo zu kümmern. Zunächst sind sie nicht gewillt diese Aufgabe zu übernehmen und heillos überfordert, wollen aber auch nicht, daß Leo in ein Heim kommt. Nach und nach merken Inge, Zola und Wojtek, dass Leo genau richtig ist, so wie er ist. Und auch ihr eigenes Leben bekommt eine neue Richtung.
Anfangs fremdelte ich mit den für mich “anstrengenden” Hausbewohnern, aber spätestens als sich zeigte, wie beglückend und befriedigend das Sich-Kümmern auf sie auswirkte, hatte mich die Autorin gepackt. Der Roman ist sensibel, aber unsentimental, zeigt schonungslos den kräfteraubenden Alltag einer Alleinerziehenden mit einem Kind jenseits der Norm und hat doch durch viele unfreiwillig komische Situationen eine herzerwärmende Leichtigkeit.
Gebunden, 22,99 EUR *)






