Frau Helbing, Witwe, Fleischereifachverkäuferin im Ruhestand - sie hat gut vierzig Jahre mit ihrem Mann eine Metzgerei im Hamburger Grindelviertel betrieben -, ist eine einfache Frau, mag es aber überhaupt nicht, wenn sie unterschätzt wird. Der Tod ihres freundlichen Nachbarn - von der Polizei als tragischer Unfall fast schon zu den Akten gelegt - kommt ihr seltsam vor. Ein allergischer Schock durch drei Wespenstiche? Ist das nicht etwas unwahrscheinlich? Und hat sie nicht des nachts Geräusche in der Wohnung des Fagottisten gehört, obwohl dieser schon tot war? Hier liegt doch ein Verbrechen vor! Frau Helbing bleibt hartnäckig und ermittelt auf eigene Faust. Erfahrung hat sie, schließlich verbringt sie ihre Tage am liebsten mit der Lektüre von Kriminalromanen …

“Frau Helbing und der tote Fagottist” ist ein unblutiger, unterhaltsamer Krimi mit einer erfrischenden Ermittlerin. Frau Helbing ist eine wache Beobachterin mit guter Menschenkenntnis und kriminalistischem Verstand - das hat mir sehr gut gefallen. Interessant ist auch der Autor, Eberhard Michaely, der außerdem auch Jazzmusiker und Busfahrer bei der Hamburger Hochbahn ist. Ich mag es sehr, wenn ein Autor noch weitere Berufe ausübt, die Geschichten sind rund, unkompliziert und nicht verkopft.

 

Taschenbuch, 14,90  EUR *)

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