London, Anfang des 20. Jahrhunderts. Die junge Clara leidet unter der Glasknochenkrankheit und wächst daher sehr behütet auf. Sie verlässt nur selten das Haus, ihre Mutter, eine lebenslustige Frau, schildert ihr die Welt da draußen ausgiebig. Als die Mutter plötzlich stirbt, beschließt Clara, ihr Schneckenhaus zu verlassen und die Welt mit eigenen Augen und Ohren kennenzulernen. Bus fahren, Ausstellungen besuchen, Menschen beobachten. Sie entdeckt ihre Leidenschaft für Pflanzen, studiert diese ausgiebig und freundet sich mit dem Leiter des Botanischen Gartens an. Dieser verschafft ihr einen Auftrag auf einem Anwesen in Gloucestershire - Shadowbrook -, sie soll dort ein Gewächshaus einrichten. Clara ist begeistert! Sie findet einen üppigen, verwunschenen Garten vor, das Personal ist freundlich und trotzdem wirkt das Haus seltsam abweisend. Ihr Auftraggeber, Mr. Fox, ist nur selten anzutreffen und scheint sich für die Fortschritte im Gewächshaus nur wenig zu interessieren. Und außerdem scheint es in dem Haus zu spuken! Clara mit ihrem wissenschaftlichen Geist beginnt unerschrocken die Geheimnisse von Shadowbrook zu ergründen …
Diese hervorragend geschriebene Geschichte hat mich sehr gefesselt. Ein bisschen Spukgeschichte, ein bisschen Jane Austen. Clara ist eine mutige Frau, die ihrer Zeit weit voraus ist. Zum einen geht sie die Dinge sehr analytisch an, zum anderen verhält sie sich häufig jenseits gängiger Konventionen, einfach weil sie sie in ihrer abgeschotteten Kindheit und Jugend nicht kennengelernt hat. Das ist oft sehr erfrischend!

“Das Geheimnis von Shadowbrook” von Susan Fletcher, übersetzt von Marieke Heimburger ist jetzt im Insel Verlag als Taschenbuch erschienen.

 

 

Taschenbuch, 11,-- EUR *)

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