Lange habe ich nicht mehr so einen kurzweiligen, spannenden und informativen Thriller gelesen wie „Der bleierne Sarg“ des Politik-Journalisten Thomas Frankenfeld. Und darum geht es: Bei Bauarbeiten an einer Wedeler Kirche wird ein bleierner Sarg entdeckt. Stunden später stirbt einer der Handwerker einen qualvollen Tod. Offenbar hat ein tödlicher Erreger (Corona ist nichts dagegen) aus den Zeiten des Dreißigjährigen Kriegs mehr als drei Jahrhunderte in dem Sarg überdauert. Schlimm genug, aber es kommt noch schlimmer: Eine Terror-Organisation bringt den Erreger an sich und droht mit einem Anschlag auf die Millionenstadt Hamburg. In einem verzweifelten Rennen gegen die Zeit versuchen der Archäologe Tristan Lindberg und die Hauptkommissarin Becca Shahin die Drahtzieher aufzuspüren und zugleich uralte Aufzeichnungen zu finden, die bei der Entwicklung eines Medikaments helfen können. Währenddessen sterben immer mehr Menschen…

Bioterrorismus gilt neben dem Atomkrieg als größte Gefahr für die Menschheit. Gekonnt hat Thomas Frankenfeld diese Bedrohung in einen erschreckend aktuellen und packenden Thriller verpackt. Mich hat es echt gegruselt. Zwischendurch kann man aber bei den kleinen historischen Exkursionen, die u.a. auf die Barmstedter Schlossinsel und nach Louisenlund führen, immer wieder durchatmen. Und die Liebe kommt auch nicht zu kurz. Absolute Leseempfehlung!

 

 

Taschenbuch, 9,95 EUR *)

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