• karin2015
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 *): Preisangaben: Irrtum vorbehalten

 

 

Die Welt der 17jährigen Piper ist zusammengebrochen. Sie wurde aus ihrem Leben gerissen, von ihren Eltern und Geschwistern getrennt, kommt um vor Sehnsucht und muss bei einer fremden Frau leben. Das ist Pipers Sicht.
Aus Sicht der anderen wurde Piper gerettet, denn sie ist in einer Sekte aufgewachsen. Doch Piper fühlte sich in dieser Gemeinschaft geschützt vor der gefährlichen Außenwelt und sie fühlte sich auch auserwählt, die Menschheit zu retten, wenn es einmal zu einem Krieg kommen sollte. Kein Wunder also, dass sie sich jetzt eingesperrt fühlt, verwirrt und unglücklich ist bei dieser fremden Frau.
Jedoch flackern nach und nach immer mehr beunruhigende Erinnerungen auf und Piper kommt der Wahrheit Stück für Stück näher. Sind ihre Sekten-Eltern vielleicht doch nicht die Heilsbringer, für die sie sich ausgegeben haben? Sind sie Lügner und sie eine Lügentochter?

Megan Cooley Peterson beschreibt in diesem Jugendbuch sehr einfühlsam und spannend Pipers Weg in eine andere Normalität. Sie beschreibt eindringlich, wie gefährlich blindes Vertrauen sein kann und wie wichtig es ist, auch einmal Dinge infrage zu stellen und selber zu denken. Ganz klare Leseempfehlung!

 

 

Gebunden, 17,--  EUR *)

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Rainer Jund beschreibt in “Tage in Weiß” seinen Alltag als Arzt in einer Klinik. In vielen Episoden erfahren wir, wie nah Leben und Tod beieinander liegen und wie verletzlich der Mensch ist. Das ist an vielen Stellen durchaus bedrückend und sehr bewegend. Und wir erfahren, wie unmenschlich der Klinikalltag sein kann. Als roter Faden zieht sich die Liebe zu einer Kollegin, die erobert werden will, durch den Roman. Mich hat der Stil an Ferdinand von Schirach erinnert, nur deutlich poetischer wie es das Wunder des Lebens verdient. Nach jedem Kapitel habe ich mir gesagt: “Eins kann ich noch lesen”, so soghaft ist es geschrieben. Und so war das Buch ratzfatz durchgelesen. Ganz großartig!

 

 

Taschenbuch, 12,--  EUR *)

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In Windsor Castle wird ein junger Musiker tot aufgefunden. Schnell stellt sich heraus, dass es Mord war. Wer kann es wagen, im Lieblings-Schloß von Queen Elizabeth ein derartiges Verbrechen zu begehen? Da der junge Mann ein Russe war, ist für den Geheimdienstchef klar, wer dahinter steckt: Putin! Die Queen ist nicht überzeugt und stellt sehr, sehr diskret eigene Ermittlungen an. Unterstützt wird sie von ihrer Privatsekretärin Rozie, die schnell merkt, was für eine hohe Kunst die Diplomatie ist. Und siehe da, die Queen hat den richtigen Riecher ...

Dieser Krimi ist einfach herrlich! Mit feinem Humor gespickt, hat die Autorin ein hinreißendes Ermittlerinnen-Paar geschaffen, irgendwo zwischen Miss Marple und The Crown. Ohne es zu wissen, habe ich mir offenbar schon immer gewünscht, gemeinsam mit der Queen zu ermitteln und ganz private (und sehr fiktive) Einblicke in den königlichen Alltag zu erhalten. In diesen unsicheren Zeiten ist es eine Wohltat, in eine Welt abzutauchen, in der Loyalität und Gerechtigkeit bedeutsame Werte sind.

Ich habe das Buch mit großem Vergnügen gelesen und ich freue mich sehr auf den nächsten Fall, der wohl 2022 erscheinen soll.

 

 

Gebunden, 18,-- EUR *)

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Der französische Autor Grégoire Delacourt spielt in “Die Frau, die nicht alterte” mit einem Gedankenexperiment. Was, wenn man äußerlich nicht altert? Traum oder Albtraum?


Martine, glücklich verheiratet und Mutter eines Sohnes, stellt mit Anfang Dreißig fest, dass sie äußerlich nicht mehr altert. Was nach dem unerreichbaren Traum so vieler Frauen klingt, wird für Martine Wirklichkeit und führt sich erst einmal gut an. Aber es wird immer mehr zum Problem und schließlich sogar zu einer ungeahnten Zerreißprobe, auch für ihre Familie. Denn wer will für immer jung sein, wenn die Liebsten, die Freunde, die Verwandten, wenn alle anderen altern? Der kleine feine Roman ist eine mitreißende Parabel auf unser Streben nach ewiger Jugend und auf die Schönheit des Alters. Prima lesbar!

 

 

Taschenbuch, 12,-- EUR *)

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Oh ha, diesen Roman zu beschreiben, ist gar nicht so einfach! Obwohl das Cover so nüchtern gestaltet ist, verbirgt sich zwischen den zwei Buchdeckeln ein wahres Feuerwerk! “Clos Gethseman” ist ein überbordender Abenteuerroman abseits des Mainstreams, der viel Lust auf Rotwein macht. Überhaupt dreht sich hier fast alles um den Wein, auch der Titel, der eine legendäre Weinlage meint, die im 19. Jahrhundert von der Reblaus vernichtet wurde. Hauptdarsteller ist Karl Breitenstein, ein passionierter Weintrinker und -kenner, der nach Georgien reist, um dort einen legendären Wein und seinen geheimnisvollen Winzer zu suchen und zu finden. Hinzu kommen die Weinjournalistin Marion und der Weinhändler Mugeaux, der alte, verschollene Weinflaschen aufspürt. Und diese gefundenen alten und legendären Weine setzen ungeahnte Ereignisse in Gang und plötzlich ist alle Welt hinter diesen Weinen her: Kirchenvertreter, die Mafia und andere Kriminelle, Forscher, die Häuser Rothschild und Rockefeller. Spätestens als die Kapuzinergruft in Wien in die Luft geht, ahnen die drei, dass diese Weine eine ganz besondere Eigenschaft haben …


Anfangs tat ich mich etwas schwer mit dem Roman, aber dann hat er gezündet! Walter Hönigsberger mischt historisch belegte und fiktionale Begebenheiten auf Schönste, er spart nicht mit Verschwörungstheorien (er muss sehr viel Phantasie haben), seine Hauptdarsteller sind von Grund auf sympathisch, feiner Humor rundet das Ganze ab. Und ich habe eine Menge über Wein gelernt. Großartige Unterhaltung!

 

 

Gebunden, 22,-- EUR *)

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