• karin2015
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 *): Preisangaben: Irrtum vorbehalten

 

 

Im Oetinger Verlag ist gerade eine Episode aus “Ferien auf Saltkrokan” von Astrid Lindgren als Vorlesebuch mit tollen Illustrationen von Maria Nilsson Thore erschienen: Als “Tjorven einen Seehund bekam”. Es ist Frühling auf der kleinen Schäreninsel und Familie Melchersson ist zu Besuch auf der Insel. Natürlich sind auch Tjorven und ihre Familie da und Södermann und seine Enkelin Stina. Die Kinder spielen den ganzen Tag mit ihren Tieren: Pelle mit seinem Kaninchen Jocke, Tjorven mit ihrem Hund Bootsmann und Stina mit ihrem Raben Kalle. Und dann bekommt Tjorven von Vesterman einen kleinen Seehund geschenkt, der sich in seinem Fischernetz verfangen hat. Was wohl Tjorvens Eltern dazu sagen werden? Der kleine Seehund Moses hält auf jeden Fall alle mächtig auf Trapp!

Astrid Lindgren schafft mit ihren Geschichten und ihrer Sprache einfach diese ganz spezielle Atmosphäre, die man zum Abtauchen braucht. Prima zum Vorlesen für Kinder ab 4 Jahre. Im gleichen Stil ist auch “Ein Kaninchen für Pelle”, welches im letzten Jahr erschienen ist.

 

Gebunden, 15,--  EUR *)

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Der Donnerstagsmordclub besteht aus der ehemaligen Krankenschwester Joyce, der Ex-Geheimagentin Elizabeth, dem früheren Gewerkschaftsführer Ron und dem Psychiater Ibrahim. Die vier Überachtzigjährigen leben in einer luxuriösen Seniorenresidenz und lösen hobbymäßig ungeklärte Kriminalfälle - immer donnerstags. Doch plötzlich muss der Club in Echtzeit ermitteln: Zwei Morde direkt vor ihrer Haustür lassen ihnen gar keine andere Wahl. Sie mögen nicht mehr die Jüngsten sein, aber an Scharfsinn und Witz leiden sie nun wahrlich keinen Mangel. Da staunt selbst die Polizei.

Der Krimi ist wunderbar unterhaltend, sehr lässig erzählt, very british, mit besonderen Charakteren und bissigem Humor. Keine Sorge, er ist absolut nicht betulich. Dazu sind die Hauptdarsteller viel zu cool.

Die Übersetzerin ist Sabine Roth, die auch Elizabeth Strout übersetzt.

 

Kartoniert, 15,99  EUR *)

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Ein Öko-Terrorist, genannt “Green Man”, hält die USA - nein, die ganze Welt - in Atem, bereits sechs Attentate hat er verübt.Sein letzter Anschlag führte zu einem Zusammenbruch einer Staumauer mit Toten und milliardenschweren wirtschaftlichen Schäden. Mit radikalen Mitteln macht er auf die Umweltzerstörung aufmerksam und nimmt dabei den Tod von Menschen in Kauf. Während das FBI seit Monaten erfolglos nach “Green Man” fandet, wächst die Schar seiner Anhänger, die in ihm jemanden sehen, der unseren Planeten retten will. Tom Smith, ein junger, unerfahrener Datenanalyst beim FBI, glaubt etwas entdeckt zu haben, das ihn auf seine Spur führt. Doch auch ihm stellt sich die Frage: Wenn man töten muss, um die Welt zu retten, ist es das nicht wert?

Sprachlich nicht besonders anspruchsvoll, aber super spannender Thriller um ein wichtiges Thema. Man merkt, dass David Klass Autor von zahlreichen Hollywood-Drehbüchern ist. Kurzzeitig kommt man schon ins Grübeln, ob der Zweck nicht jedes Mittel heiligt.

 

 

Kartoniert, 13,--  EUR *)

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Ich habe lange nicht mehr so mit den Protagonisten mitgefiebert wie in diesem Buch. Und auch die eine und andere Träne verdrückt. Aber keine Sorge, der Roman ist emotional, aber ohne Kitsch.

Und darum geht es:

Tom Monderath, bekannter Journalist und Nachrichtensprecher, führt ein unstetes Leben und ist eingefleischter Single. Ausgebremst wird er durch seine 84-jährige Mutter Greta, deren zunehmende Demenz sein Kümmern erfordert. Was anfangs sein scheinbar so perfektes Leben stört, wird unerwartet zu einem Geschenk. Als Greta vergisst, was sie alles vergessen wollte, um weiterleben zu können, erzählt sie erstmals aus ihrem Leben - von ihrer Kindheit in Ostpreußen, der Flucht vor den russischen Soldaten im eisigen Winter und den Jahren im besetzten Heidelberg . Als Tom jedoch auf das Foto eines kleinen Mädchens mit dunkler Haut stößt, verstummt Greta. Zum ersten Mal beginnt Tom, sich eingehender mit seiner Familiengeschichte zu befassen. Und er beginnt, ihre Traurigkeit, die seine ganze Kindheit überschattet hat und seine Beziehungsunfähigkeit, zu verstehen.

Susanne Abel erzählt von der entbehrungsreichen Nachkriegszeit, vom Schwarzmarkt, von der Besatzung und von zerstörten Kriegsheimkehrern. Und vor allem erzählt sie von Beziehungen zwischen amerikanischen GIs und deutschen Frauen und von “Brown Babies”. Sie erzählt von der relativen Freiheit der Afroamerikaner in Deutschland, von Rassismus und reißt das Thema “Transgenerationale Vererbung”, also die Traumata der Kriegsenkel an. Ich habe viel gelernt, die Geschichte wirkt noch lange nach.

 

 

Gebunden, 20,--  EUR *)

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Frau Helbing, Witwe, Fleischereifachverkäuferin im Ruhestand - sie hat gut vierzig Jahre mit ihrem Mann eine Metzgerei im Hamburger Grindelviertel betrieben -, ist eine einfache Frau, mag es aber überhaupt nicht, wenn sie unterschätzt wird. Der Tod ihres freundlichen Nachbarn - von der Polizei als tragischer Unfall fast schon zu den Akten gelegt - kommt ihr seltsam vor. Ein allergischer Schock durch drei Wespenstiche? Ist das nicht etwas unwahrscheinlich? Und hat sie nicht des nachts Geräusche in der Wohnung des Fagottisten gehört, obwohl dieser schon tot war? Hier liegt doch ein Verbrechen vor! Frau Helbing bleibt hartnäckig und ermittelt auf eigene Faust. Erfahrung hat sie, schließlich verbringt sie ihre Tage am liebsten mit der Lektüre von Kriminalromanen …

“Frau Helbing und der tote Fagottist” ist ein unblutiger, unterhaltsamer Krimi mit einer erfrischenden Ermittlerin. Frau Helbing ist eine wache Beobachterin mit guter Menschenkenntnis und kriminalistischem Verstand - das hat mir sehr gut gefallen. Interessant ist auch der Autor, Eberhard Michaely, der außerdem auch Jazzmusiker und Busfahrer bei der Hamburger Hochbahn ist. Ich mag es sehr, wenn ein Autor noch weitere Berufe ausübt, die Geschichten sind rund, unkompliziert und nicht verkopft.

 

Taschenbuch, 14,90  EUR *)

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