Die Studentin Paula steckt seit dem Unfalltod ihres kleinen Bruders Tim in einer tiefen Depression. Ihre Doktorarbeit lässt sie ruhen und auch ihre Therapie bei einem Psychater macht keine Fortschritte, nichts kann sie aus ihrer Trauer reißen. Da schlägt ihr Therapeut vor, Tims Grab zu besuchen. Vielleicht würde das helfen, um Abschied zu nehmen, was sich Paula bis jetzt nicht zutraute. Vor allem hat sie Angst, bei einem Besuch auf dem Friedhof von anderen begafft werden.
So beschließt sie, nachts auf den Friedhof zu gehen, um dort alleine zu sein. Jedoch rechnet sie nicht damit, auf einen älteren schrulligen Mann zu treffen, der dort in Begriff ist, eine Urne auszugraben. Dieser Herr ist auf seiner ganz eigenen Mission unterwegs, und wie es das Schicksal will, schickt es die beiden auf einen irrwitzigen Roadtrip.
Dabei lernen sich die beiden ganz unterschiedlichen Menschen gezwungenermaßen besser kennen, und im Laufe ihrer Reise können sie sich einander öffnen und zulassen, ihre Wunden zu heilen.

Obwohl es in diesem sprachgewaltigen Roman um die Themen Depression und Trauerbewältigung geht, ist es ein lebensbejahendes Buch und lässt den Leser mit einem Lächeln im Gesicht zurück.
Neben den schön schrecklich traurigen Passagen, die mich mitunter sehr berührten, brachten mich die absurd komischen Dialoge durchaus ein ums andere Mal zum Lachen! Und dann sind da noch die großartigen Klugen Gedanken der Autorin, die dieses Buch für mich zu einem großen Lesevergnügen machten!

 

 

Gebunden, 20,00 EUR *)

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