Bombay, 1854. Die drei Brüder Schlagintweit aus Bayern erforschen dank der Unterstützung Alexander von Humboldts für drei Jahre Indien und den Himalaya. Als Begleiter und Übersetzer fungiert u.a. ein kleiner, sehr intelligenter Junge namens Bartholomäus, der in einem Waisenhaus von einem deutschen Missionar erzogen und gefördert wurde. Er spricht mehrere Sprachen und wurde wegen der Bevorzugung durch Vater Fuchs von den Anderen gemobbt. Eines Tages verschwindet der Missionar und sein Schützling muss seinen eigenen Weg finden.
Bartholomäus, gelegentlich vorlaut und von sich und seinen Kenntnissen überzeugt, begleitet die Expeditionen, beobachtet die drei Brüder, analysiert und hinterfragt ihr Handeln, ihre Ansichten und Absichten. Er hält Ideen, Absichten und Erkenntnisse ebenso wie Gefühle, Fragen und Zweifel in einem Büchlein fest, da er wertvolle Momente für das erste Museum Indiens, das er gründen will, sammelt.

Der Leser wird aus der Sicht eines gescheiten jungen Inders mit auf verschiedene Expeditionen genommen und erlebt mit den Augen eines Einheimischen das sonderbare Gebaren der „Firengis“.
Ein spannender, höchst  fesselnder, mal amüsant und vergnüglich, mal nachdenklich stimmender Roman. Die  Perspektive Bartholomäus ermöglicht dem Leser einen ungewöhnlichen Blick auf die Kolonialisierung, den Macht-missbrauch einiger Weltmächte sowie die Verwandlung eines neugierigen Kindes in einen kritischen jungen Mann.

 

 

Gebunden, 24,00 EUR *)

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