Annabel Wahba erzählt im Zwiegespräch mit ihrem an Krebs sterbenden Bruder die Geschichte ihrer Familie, gemeinsame Erinnerungen und Konflikte mit den beiden Kulturen, die sie von Geburt an prägten.

Ihr Vater kam als Student im Rahmen eines Gastprogramms aus Ägypten nach Deutschland, die Mutter aus Bayern, hatte aber als junges Mädchen in New York gelebt und gearbeitet. In München lernten die beiden sich kennen, lebten zunächst in München, dann in Ägypten und wegen der politischen Lage in den späten 1960er Jahren wieder in Deutschland. Die Autorin zog es später nach Israel, wo sie einige Jahre lebte und dann nach Deutschland zurückkehrte.
Annabel Wahba holt in ihrer Familiengeschichte weit aus, um die Wurzeln ihrer eigenen Persönlichkeit und der ihrer Geschwister zu ergründen. Sie erzählt von den Großeltern und deren Lebenverhältnissen und Erfahrungen, von Eltern, Tanten, Onkeln und Cousinen. Der ständige Konflikt der Kulturen, der von Kindern als abenteuerlich und bereichernd erfahren wird, beim Älterwerden jedoch als belastend wahrgenommen wird, wird ihr aller Lebensbegleiter.

Mich hat dieser trotz aller Umstände zutiefst lebensbejahende autobiographische Roman, der mit leichter Hand wunderbar geschrieben ist, begeistert!

 

Gebunden, 23,--  EUR *)

Kaufen