Die Schweiz Anfang des 14. Jahrhunderts: Der halbwüchsige Sebi lebt mit seiner Mutter und seinen beiden älteren Brüdern in einem kleinen Dorf in der Nähe des Klosters Einsiedeln. Der Glaube, die Kirche und der harte Überlebenskampf der kleinbäuerlichen Selbstversorger bestimmen das Leben und die Weltsicht der Menschen dieser Zeit. Eines Tages taucht ein Fremder im Dorf auf, der sich rasch im Dorf nützlich macht und wegen seiner Erfahrungen in der Heilkunde allseits geachtet wird. Sie nennen ihn den Halbbart, weil eine Gesichtshälfte vernarbt ist und dort kein Bart wächst. Sebi freundet sich mit ihm an und merkt bald, dass sein vorgezeichnetes Leben als Mönch, Bauer oder Soldat nichts für ihn ist.

Charles Lewinsky ist mit seinem neuen Buch wieder einmal eine echte Zeitreise gelungen: Dadurch, dass er seinen jungen Protagonisten Sebi unbekümmert über seine Umgebung und die Geschehnisse plaudern lässt, werden der Zeitgeist, der Alltag und die tiefe Glaubenswelt der Menschen des Mittelalters höchst lebendig. Mit viel Erzählfreude rüttelt der Autor auch an einem Gründungsmythos der Schweiz, der 'Schlacht am Morgarten', die archäologisch nie nachgewiesen werden konnte.

 

 

Gebunden, 26,00 EUR *)

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