Tonia Schreiber hat eine sonderbare Lebengeschichte hinter sich: Ihre beiden Eltern waren bereits als Studenten zu Geld gekommen, hatten als Biologen die Weltmeere bereist, immer mit ihrer Tochter an Bord. Sie wächst auf dem Wasser auf, bis sie zum Studium nach Wien geht und dort bleibt. Erst lange, nachdem sie ihre Eltern durch ein Schiffsunglück verloren hat, lernt sie ihre Halbschwester kennen und bewohnt mit ihr zusammen die Familienvilla, in der auch ihre Nichte Emilie aufwächst. Tonia und Emilie entwickeln eine innige und nahe Freundschaft.
Als Emilie durch eine Gewalttat ums Leben kommt, gibt sich Tonia die Schuld an Tod der jungen Frau, obwohl es keinen Grund dafür gibt.
Sie entledigt sich all ihrer irdischen Güter und zieht nach Deutschland, um hier, zunächst als Hausangestellte, später als selbständige Büglerin anderen Menschen zu Diensten zu sein. Sie möchte ihr Leben als Buße empfinden.

Heinrich Steinfests Romanfiguren sind immer Menschen, deren Leben aus lauter Wendungen und Brüchen besteht. Das ist zwar hier und dort maßlos überzogen, macht jedoch die Geschichten und das skurrile Personal seiner Romane aus. Mit seinem eleganten Erzählstil führt er die Leser in absurde Lebenssituationen, die alles andere als langweilig sind.

Gebunden, 20,00 EUR *)

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