Nachdem Rahel nach einer schweren Sepsis aus dem künstlichen Koma erwacht, ist nichts mehr zuvor.
Langsam uns mit viel Mühe kehrt sie ins Leben zurück und beginnt darüber nachzudenken, wie sie ihr "zweites" Leben überhaupt leben will. Ist es nicht viel zu kostbar, um in die alten Muster zurückzufallen? Oder ist jetzt der Zeitpunkt gekommen, richtig aufzuräumen und sich auf das zu konzentrieren, was im Leben wirklich wichtig ist und was einen weiterbringt?

Die Autorin Anika Decker hat diese Situation ähnlich erlebt, deshalb ist dieser Roman sehr autobiographisch und lebensnah erzählt. Sie schafft es, sowohl mit einer gefühlvollen als auch mit einer sehr trockenen humorvollen Art, den Leser ab der ersten Seite zu packen und ihn mitzunehmen in die Prallelwelt Krankenhaus.


Ein Buch, das Mut macht und dabei sehr unterhaltsam ist!

Gebunden, 20,00 EUR *)

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Die Schwestern Johanna, Heike und Britta treffen sich zum 80. Geburtstag ihres Vaters. Eigentlich ein Grund zum Feiern. Doch zu viel steht unausgesprochen zwischen ihnen und ihren Eltern. Ihre Mutter Christa musste als Kind im 2. Weltkrieg aus Schlesien fliehen und lernte nach Kriegsende ihren Vater Hans kennen. Doch beide erzählen nicht viel aus dieser Zeit. Und dann ist da noch ihre vierte Schwester Hermine, die bereits mit 22 Jahren gestorben ist. Auch über Hermine wird nicht gesprochen.

 

Christiane Wünsche erzählt diesen Roman aus der Sicht der einzelnen Familienmitglieder. Jeder trägt mindestens ein Geheimnis mit sich herum und glaubt, es kennt sonst niemand. Doch das ist nicht so. Nach und nach fügt sich alles zusammen.

 

Ein spannender Roman über Geheimnisse in der Familie, die vieles gefährden können. Der aufzeigt, wie unterschiedlich die jeweiligen Generationen mit ihrer eigenen Geschichte umgehen und wie wichtig es ist, miteinander zu reden.

 

 

Kartoniert, 14,99  EUR *)

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London, Trafalgar Square. Hohe amerikanische und britische Politiker treffen unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen in der Öffentlichkeit zusammen. Ein Attentat auf den britischen Außenminister für Nordirland kann dennoch nicht verhindert werden und der Nordirlandkonflikt gelangt erneut in den Mittelpunkt politischer Interessen und Macht.

Der Attentäter wird inhaftiert und am nächsten Morgen erhängt in seiner Zelle aufgefunden.

Das Attentat löst bei Politikern, Sicherheitskräften und Medien einen hohen Ermittlungsdruck aus. Die Ereignisse überschlagen sich in London und Belfast und der Wettlauf mit der Zeit beginnt.

Hintergründe der Tat, der Einfluss von Macht in Politik, ein unter Druck gesetzter Auftragskiller, ein ambitionierter Rechtsanwalt sowie eine um ihr Überleben kämpfende Journalistin sorgen für einen hochspannenden, actionreichen und mit vielen Toten gespickten Thriller.

 

 

Kartoniert, 14,99  EUR *)

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Der Schriftsteller Manuel Ortigosa ist verwirrt und verletzt. Vom tödlichen Autounfall seines Mannes Alvares in Galicien überrascht,  versteht er die Welt nicht mehr. Wie konnte Alvares in Galicien verunglückt sein, wo er sich doch auf einer Geschäftsreise in Barcelona befinden sollte? Und wieso stellt die Polizei vor Ort so schnell die Ermittlungen ein und geht von einem Autounfall aus?

Manuel erfährt, dass Alvares in Galicien vor einigen Jahren das Erbe seines Vaters als Großgrundbesitzer und Graf angetreten hatte. Wieso wusste Manuel nichts davon? Wie konnten sie zusammen leben, ohne dass er etwas bemerkt hatte?

Voller Zweifel und Selbstzweifel begibt sich Manuel auf Spurensuche nach Galicien und muss sich mit dem dort praktizierten Standes-dünkel des Adels, mit der Familie, mit sich und seiner Beziehung zu Alvares und dessen Leben auseinandersetzen.

Ein großartiger Roman über Beziehungen in Ehe, Familie und Gesellschaft, über Galicien und die Menschen, die durch die Landschaft und den herrschenden Adel über Jahrhunderte geprägt wurde. Zunächst ruhig verlaufender Roman, der sich zunehmend zu einem Kriminalroman entwickelt.

 

 

Gebunden, 22,00  EUR *)

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Es regnet seit Tagen ununterbrochen in Paris und das Hochwasser der Seine scheint sich zu einer Katastrophe weit über die Stadtgrenzen hinaus zu  entwickeln.

Familie Malegarde trifft in einem Pariser Hotel ein, um den 70. Geburtstag des berühmten Baumexperten und Vaters Paul sowie den 40. Hochzeitstag der Eltern zu feiern. Sohn Linden lebt in Kalifornien, seine Schwester Tilia in London und die Eltern in Südfrankreich.

Die Atmosphäre In der Familie ist freundlich aber angespannt, man spricht nicht wirklich offen miteinander. Jeder hat seine Geheimnisse und hütet sie. Die belastete Vater-Sohn-Beziehung wird durch den bedenklichen Gesundheitszustands des Vaters erschwert und erhält durch das katastrophale Wetter eine dramatische Wendung.  

Linden muss sich entscheiden, ob, wann und wie er sich mit dem schwer erkrankten Vater auseinandersetzt.  

Ein großartiger Familienroman über Geheimnisse, die erst durch ihre Verheimlichung zu bedrückenden und traumatischen Erlebnissen werden. Interessant, wie eine Überschwemmung nicht nur die Stadt Paris sondern auch die anliegenden Ortschaften sowie die Familie Malegarde beeinflusst  und  zu neuen Erkenntnissen führt.

 

 

Gebunden, 20,00  EUR *)

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Kent Haruf nimmt uns in seiner dritten deutschen Veröffentlichung wieder mit in den beschaulichen Ort Holt in den Weiten Colorados. Hier begegnen wir Familien mit unterschiedlichen Schicksalsschlägen: Ein Viehzüchter, der den Tod seines Bruders verkraften muss, ein 11jähriger Junge, der seinen Großvater pflegt und eine Familie, die scheinbar aussichtslos für das Sorgerecht ihrer Kinder kämpft.
Haruf gelingt es mit seiner einfühlsamen Sprache, den Leser emotional zu packen. Ein sehr warmherziges und bewegendes Buch über Liebe und sozialen Zusammenhalt, über menschliche Stärken und Schwächen und über die Kraft der Hoffnung, die man auch in den ausweglosesten Situationen nie verlieren sollte.
Auch die anderen Bücher von Kent Haruf, „Lied der Weite“ und „Unsere Seelen bei Nacht“ kann ich wärmstens empfehlen!

 

 

Gebunden, 24,--  EUR *)

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Mari und Brie, gleichaltrige Kusinen, sind bis zu ihrem 13. Geburtstag ein Herz und eine Seele. Dann entdeckt Mari das vielfältige Leben in den sozialen Medien des Internets und ist fasziniert. Sie verlieren sich aus den Augen, jede lebt in ihrer eigenen Welt. Zwei Monate vor ihrem gemeinsamen 18. Geburtstag verliert Brie bei einem tödlichen Unfall ihr Leben.

Posts, Likes, Instagramm, die Anzahl ihrer followers, Mari gestaltet und überprüft ihr Leben im Internet  von morgens bis abends; von dem Erfolg ihrer posts und Anzahl ihrer followers hängt ihr Wohlbefinden ab.
Zum 18. Geburtstag erhält sie von ihrer Tante überraschend ein riesiges Geburtstagsgeschenk. Es ist der gepackte Rucksack ihrer Kusine, die beabsichtigt hatte, mit ihr am 18. Geburtstag den John Muir Trail im Yosemite Park zu beginnen. So, wie sie es als Kinder beschlossen hatten.

Beim Stöbern in Bries Rucksack und den vorbereiteten Unterlagen wird Mari sich ihres arrangierten Lebens bewusst und sieht sich vor eine Entscheidung gestellt.

Mitreißend, ermutigend und beflügelnd – für jeden, der Entscheidungen treffen muss.

 

 

Kartoniert, 14,95  EUR *)

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Joe Haak, Analyst aus London, wird eines frühen Morgens am Strand von St. Piran, Cornwall, aus dem Wasser gerettet. Am gleichen Morgen wir ein Leviathan, ein Finnwal, viel zu nah an der Küste schwimmend, gesichtet.
Was hat der Eine mit dem Anderem zu tun?
Die 307 Bewohner von St. Piran leben ein eher beschauliches Leben in dem abseits gelegenen idyllischen Örtchen und kümmern sich liebevoll um den jungen Mann. Man fragt sich, ob und warum er wohl dorthin geraten war und was weiterhin mit ihm geschehen wird. Eine geheimnisvolle Geschichte scheint ihn zu umgeben.
Und tatsächlich stellt der Neuankömmling alles auf den Kopf, beeinflusst das Leben Einzelner und erweist sich letztendlich als Retter in der Not – vorausschauend und weitsichtig wie ein Analyst, aber umsichtig und  mitmenschlich handelnd.

Ein wunderbarer Roman über Erfolg und Misserfolg, den Sinn des Lebens, einschneidende Veränderungen und tiefsinnige Betrachtungsweisen. Kurzweilig, tiefsinnig, leicht und nachdenklich stimmend.

 

 

Gebunden, 22,00  EUR *)

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1962 in New York: Das Ehepaar Matzner verliert kurz vor der ersehnten Geburt ihr Kind, dazu wird Cici nie wieder Kinder bekommen können. Sie verfällt in eine tiefe Depression, so dass ihr Ehemann Solomon sich nicht anders zu helfen weiß, als auf nicht ganz legale Weise schnellstmöglich ein Kind zu adoptieren.
40 Jahr später erfahren wir, was aus der kleinen Cheri geworden ist. Das damals rebellische Kind hatte es in seiner Laufbahn nicht leicht. Erst war sie im Polizeidienst, aber nach einem Zwischenfall begann sie ein Studium und versucht nun, ihren anspruchsvollen Job und ihr nicht weniger kompliziertes Privatleben zu bewältigen.
Dieser Roman ist ein wunderbares Debüt der Autorin Tracy Barone, das einfühlsam und auch mit humorvollen Tönen die Geschichte einer besonderen Familie erzählt.

 

 

Gebunden, 24,--  EUR *)

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„Feinde“ ist der Debütroman von Susanne Saygin. Sie hat fünf Jahre zum Thema Roma, Korruption und Menschenhandel recherchiert.
Für den türkischstämmigen Polizisten Can fängt alles mit einem Doppelmord an zwei jungen Männern im Roma-Milieu in einer deutschen Großstadt an. Da kein potentieller Zeuge redet, gestalten sich die Ermittlungen als sehr zäh, offenbar handelt es sich um eine Art Roma-interne Angelegenheit, die niemanden etwas angeht. Aber eins ist Can dann doch schnell klar: Der Doppelmord ist eine Warnung an andere. Doch wofür? Dann tritt der große Unbekannte auf und Cem wird ausgebremst, darf nicht mehr ermitteln. Cem ermittelt undercover weiter, geht bis an seine persönlichen Grenzen und darüber hinaus. Wir begleiten ihn dabei auf einer Reise vom wohlsituierten Deutschland in das Armenhaus Europas nach Rumänien. Was er dort erfährt nimmt einem den Atem und macht unglaublich wütend.
Gleichzeitig ist dieser Krimi ein Liebesroman, wenn auch nicht der zuckersüßen Art. Can ist schon lange in seine Mitbewohnerin Isa verliebt, die mehr als nur ein Geheimnis hat und irgendwie in den Fall verwickelt zu sein scheint. Die komplizierte Beziehung der beiden wird überwiegend in Rückblenden erzählt und nimmt einen großen Raum ein.
„Feinde“ ist ein sehr gradliniger Krimi in einer sehr klaren Sprache. Was ihn besonders macht, ist die Reduzierung. Er wird konsequent nur aus der Sicht von Can erzählt und überhaupt gibt es nur zwei Hauptpersonen, alles andere sind Randfiguren. Sieht man über Cans anfängliche Kopfschmerzen hinweg (zu Beginn könnte der Krimi auch „Aspirin“ heißen) hat man einen hervorragenden politischen Krimi.

 

Kartoniert, 12,99 EUR *)

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Nora Krug ist 1977 in Karlsruhe geboren und lebt als Illustratorin schon seit 17 Jahren in den USA, wo sie mit ihren Zeichnungen und Bildergeschichten sehr erfolgreich ist. „Heimat“ ist ein großartiges opulentes Bilderbuch für Erwachsene, in dem sie ihre persönliche Familiengeschichte mit der deutschen Geschichte verknüpft. Sie geht der Frage nach, was denn die deutsche Identität ausmacht und inwiefern das Wissen um die Beteiligung eigener Angehöriger am Aufstieg der Nazis, am Zweiten Weltkrieg am Holocaust Folgen für die eigene Identität und den Umgang mit der eigenen Familiengeschichte hat. Oder anders gesagt: Was haben ihre Großeltern mütterlicherseits und väterlicherseits während des Dritten Reiches getan oder nicht getan. Eine mutige Frage, denn sie weiß nur wenig über das Leben ihrer Großeltern in dieser Zeit und wer weiß was dabei herauskommt. Außerdem treibt sie die Frage um, wer sie eigentlich ist und was Heimat ist.
Sie reist also mehrfach nach Deutschland, befragt Eltern, Verwandte und andere Personen, wälzt Fotoalben, durchsucht Dachböden und forscht in Archiven. Die gefundenen Antworten hat sie grafisch aufgearbeitet, sie hat daraus gezeichnete und handgeschriebene Bildergeschichten, gespickt mit Familienfotos; Flohmarktfunden und Dokumenten gemacht. Zum Thema „Heimat“ hat sie einen „Katalog deutscher Dinge“ erstellt, in dem man neben Wald auch Hansaplast und Wärmflasche findet.
„Heimat“ ist ein einzigartiges Erinnerungskunstwerk, in dem Familiengeschichte auf Zeitgeschichte trifft, lebendig, wahr und poetisch erzählt.
Blättern Sie rein!

 

Gebunden, 28,-- EUR *)

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Mechthild Borrmanns neuer Roman beginnt 1945 mit Ende des 2. Weltkrieges und spielt im deutsch-belgischem Grenzgebiet. Hauptdarsteller sind die jugendliche Henni und ihre jüngeren Geschwister. Die Familie ist arm und als die Mutter plötzlich stirbt, übernimmt Henni die Verantwortung für ihre Geschwister, kümmert sich um sie und bestreitet wie viele andere aus dem Dorf aus der Not heraus mit Kaffeeschmuggel den Lebensunterhalt der Familie. Eines Nachts geschieht dann das Unfassbare: Hennis Schwester, ebenfalls im Kaffeeschmuggel aktiv, wird von Zöllnern erschossen. Das Leben von Henni und ihren Geschwistern ändert sich dramatisch. Die „Kriminelle“ Henni kommt in eine Besserungsanstalt, die jüngeren Geschwister in ein kirchliches Heim. Dort stirbt der jüngste Bruder an einer Lungenentzündung. Aber das ist nur ein Teil der Wahrheit … . Nach dem Entlassen Hennis aus der Besserungsanstalt, wird sie Zeit ihres Lebens um Gerechtigkeit kämpfen und versuchen, den Tod ihres Bruders aufzuklären. Dabei wird sie, mit ihrer „kriminellen“ Vergangenheit, immer wieder mit Vorurteilen überschüttet. Trotzdem wird sie ihren Weg gehen, findet ihr Glück, bis die Vergangenheit sie eines Tages einholt und sie wieder zu Unrecht beschuldigt wird.
Die Autorin lässt das Leben von Henni zum großen Teil von Elsa, einer Freundin aus Kindertagen rückblickend erzählen. Wir schreiben das Jahr 1970. Elsa fährt regelmäßig zum Gericht um einen Prozess zu verfolgen. Angeklagt ist ihre alte Freundin Henni – wegen Mordes.
Mechthild Borrmann ist mit „Grenzgänger“ ein packender wie sehr aufwühlender Roman, eingebettet in ein düsteres Stück Zeitgeschichte. Es ist die tragische Lebensgeschichte einer lebenshungrigen Frau, die ihrer Jugend beraubt wird, der viel Unrecht geschieht, die an Gerechtigkeit glaubt und daran verzweifelt. Die Geschichte hat mich sehr mitgenommen!

 

Gebunden, 20,-- EUR *)

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Hauptdarsteller dieses Romans ist der knapp 50jährige Ingwer Feddersen, der in sein nordfriesisches Dorf Brinkebüll zurückkehrt, um sich um seine altgewordenen Großeltern Ella und Sönke zu kümmern, die alleine nicht mehr gut zurechtkommen. Dafür hat er sich ein Sabbatjahr genommen, eigentlich hat er eine Stelle als Archäologe an der Universität Kiel. Sein Leben steckt in einer Sackgasse, er hat immer noch keine Familie gegründet, lebt immer noch in seiner Studenten-WG und liebt immer noch Neil Young. Und von seiner Heimat ist er nie ganz weggekommen. Ingwer kommt in ein Dorf zurück, dass er kaum wiedererkennt. Es gibt keine Schule mehr, kein Bäcker und kein Kaufmann. Keine Störche auf dem Dach der Kirche, auf den Feldern keine Kühe, keine kleinen Bauernhöfe, keine Mittagsstunde, nur noch Mais und Wind, Wind, Wind. Aber es sind nicht nur Dinge verschwunden, es gibt jetzt einen Dorfkulturverein und eine Line-Dance-Truppe. Und es gibt auch Dinge, die offenbar immer bleiben. Das sind die Kapuzenkinder, die morgens an der Bushaltestelle auf den Schulbus in die Stadt warten und es ist der Gasthof, der Ingwers Großeltern gehört und hinter dem Tresen steht immer noch der über 90jährige Sönke, Ingwers Großvater. Manchmal mit Rollator, wenn er gerade nicht so gut kann. Viele Feste gibt es nicht mehr, das ein oder andere Bier muss Sönke aber noch zapfen.
Der Roman spielt abwechselnd in dieser Gegenwart und in der Vergangenheit. Ende der 1960ger Jahre, als Ingwer auf die Welt kommt, sind die Großeltern noch jung, der Gasthof ist das Zentrum des Dorfes, das Dorf ist lebendig und Ingwers Mutter Marret läuft als „Dorfverrückte“ durch die Straßen und verkündet den Weltuntergang. Die Schule, der Bäcker, der Kaufmann, familienbetriebene Bauernhöfe, alles noch da. Aber es war früher nicht alles besser. Da werden Kinder geschlagen, lieblose Ehen geführt, Kuckuckskinder untergeschoben und so manch einer träumt von einem anderen Leben.
Dörte Hansen beschreibt faszinierend, wie es nur anderthalb Generationen brauchte, um das Leben auf den Dörfern für immer zu ändern. Sie beschreibt wie die Flurbereinigung und das Verlangen des Marktes nach immer größeren landwirtschaftlichen Betrieben die Struktur der Dörfer veränderte. Sie erzählt vom Verschwinden einer bäuerlichen Welt, von Verlust und Abschied. Und sie tut es mit noch mehr Wärme und psychologischem Gespür und Liebe für ihre Romanfiguren, als bei „Altes Land“. „Mittagsstunde“ kommt nicht so leicht daher, ist deutlich ernsthafter. Die Geschichte ist wehmütig und so war ich froh, dass es nicht nur um Abschiede geht, sondern zum Schluss auch um einen Neuanfang.
Großartig, ich bin begeistert!

 

Gebunden, 22,-- EUR *)

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Andreas Gruber, 1968 in Wien geboren, steht mit seinen Krimis (z.B. die Reihe um Maarten S. Sneijder und Sabine Nemez) regelmäßig auf der Bestellerliste. Grund genug für mich mal einen zu probieren und ich bin nicht enttäuscht worden!

Die neue Reihe „Rachesommer“, „Racheherbst“ und „Rachewinter“ spielt jeweils in Leipzig und in Wien. In Leipzig ermittelt Kommissar Walter Pulaski, in Wien die Anwältin Evelyn Meyers. Zum Fall: In verschiedenen Städten, unter anderem in Wien und in Leipzig, werden mehrere Männer im besten Alter, erfolgreich und vermögend, grausam ermordet. Eines haben sie gemeinsam: Sie haben sich alle kurz vor ihrem Tod mit einer geheimnisvollen dunkelhaarigen Frau getroffen. Doch diese Frau bleibt ein Phantom. Beide, also Kommissar Walter Pulaski in Leipzig und Anwältin Evelyn Meyers in Wien, sind in diese Fälle verwickelt zunächst ohne dies voneinander zu wissen. Sie verbeißen sich in den Fall und als sie erkennen, dass sie die Mordserie nur gemeinsam lösen können, kann sich der Täter bzw. die Täterin natürlich nicht mehr sicher fühlen. Allerdings ist der Täter raffinierter, als sie denken - und spielt auch mit ihnen sein gefährliches Spiel ... .

Richtig gute Krimikost! Leicht zu lesen, spannend und flüssig erzählt, ohne Längen und mit sympathischen Hauptfiguren.

 

Taschenbuch, 9,99  EUR *)

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Das erste Kinderbuch des 'Känguru-Chroniken'-Autors Marc-Uwe Kling.

Das Internet ist kaputt. Weltweit. Und das nur, weil die Oma es aus Versehen kaputt gemacht hat. Hat sie wirklich, glaubt aber keiner. Tatsache ist, dass es auf einmal nicht mehr geht und keiner so recht was mit seiner Zeit anzufangen weiß. Die kleine Enkelin Tiffany, die noch 'analog' denkt und lebt, und ihre Großeltern, die ein Leben ohne Internet gewohnt sind, haben scheinbar keine Probleme damit. Alle anderen jedoch drehen am Rad - und müssen wieder lernen, dass ein Leben ohne Netz durchaus auch Spaß machen kann.

Wie bei allen anderen seiner Bücher schafft Marc-Uwe Kling die Gratwanderung zwischen Komik und Gesellschaftskritik mit bravouröser Leichtigkeit. Ein großer Spaß nicht nur für Kinder!

 Für alle ab 6 Jahren.

 

Gebunden, 12,--  EUR *)

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Mir fiel neulich dieser Klassiker in die Hände, den ich zu meinem eigenen Erstaunen noch nie gelesen hatte. Also holte ich es nach, und es hat sich gelohnt! Bereits als Kind habe ich die Bücher von Erich Kästner verschlungen. Ich mochte und mag noch immer seine einfache, verschmitzte Sprache, die es vermag, auch schwierige menschliche Situationen ohne Schnörkel auf den Punkt zu bringen. Und die Geschichte seiner Eltern und die seiner Kindheit war voll von solchen Situationen: Die Eltern - der Vater war Sattler und die Mutter zunächst Hausfrau - konnten es sich eigentlich gar nicht leisten, den kleinen Erich auf eine weiterführende Schule zu schicken. Doch durch Untervermietungen in der ohnehin engen Dresdner Wohnung, durch unermüdliche Hartnäckigkeit und den Mut der Mutter, mit über dreißig Jahren noch den Beruf der Friseurin zu erlernen, ging alles gut.


Dieses Buch ist ein wundervoller Spaziergang durch eine nun schon seit über hundert Jahren vergangene Zeit, durch längst verschwundene Welten und Weltsichten.

Gebunden, 12,90 EUR *)

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Tonia Schreiber hat eine sonderbare Lebengeschichte hinter sich: Ihre beiden Eltern waren bereits als Studenten zu Geld gekommen, hatten als Biologen die Weltmeere bereist, immer mit ihrer Tochter an Bord. Sie wächst auf dem Wasser auf, bis sie zum Studium nach Wien geht und dort bleibt. Erst lange, nachdem sie ihre Eltern durch ein Schiffsunglück verloren hat, lernt sie ihre Halbschwester kennen und bewohnt mit ihr zusammen die Familienvilla, in der auch ihre Nichte Emilie aufwächst. Tonia und Emilie entwickeln eine innige und nahe Freundschaft.
Als Emilie durch eine Gewalttat ums Leben kommt, gibt sich Tonia die Schuld an Tod der jungen Frau, obwohl es keinen Grund dafür gibt.
Sie entledigt sich all ihrer irdischen Güter und zieht nach Deutschland, um hier, zunächst als Hausangestellte, später als selbständige Büglerin anderen Menschen zu Diensten zu sein. Sie möchte ihr Leben als Buße empfinden.

Heinrich Steinfests Romanfiguren sind immer Menschen, deren Leben aus lauter Wendungen und Brüchen besteht. Das ist zwar hier und dort maßlos überzogen, macht jedoch die Geschichten und das skurrile Personal seiner Romane aus. Mit seinem eleganten Erzählstil führt er die Leser in absurde Lebenssituationen, die alles andere als langweilig sind.

Gebunden, 20,00 EUR *)

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Jetzt als Taschenbuch. Förster, den alle nur Förster nennen, auch wenn er einen Vornamen hat, den alle benutzen könnten, es jedoch nicht tun und ihn immer nur Förster nennen, dieser Förster also findet nach einer durchzechten und durchquatschten Nacht auf der Straße einen Hamster, den er mit zu sich nach Hause nimmt und ihn Edward Cullen nennt.

Förster merkt gerade ziemlich deutlich, dass auch sein Leben endlich ist und dass er bereits so alt ist, dass er sich an Dinge erinnert, die 35 Jahre her sind, und damals war er bereits geschlechtsreif. Zudem hat er ein buntes Lebensumfeld: Zwei alte Freunde, um die er sich sorgt, weil nicht nur er, sondern auch sie immer schrulliger werden, dazu eine demente Nachbarin, die früher einmal Star eines Unterhaltungsorchesters war. Und dann ist da noch dieser seltsame Jugendliche aus der Nachbarschaft. Zusammen fahren sie los, Richtung Ostsee.


Ein liebenswertes Buch über liebenswert normale Menschen mit normalen Fehlern und normalen Stärken. Es bringt einfach Spaß, Frank Goosen zu lesen!

 

Taschenbuch, 10,99 EUR *)

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Sie sind alle aus verschiedenen Gründen vom MI5, dem britischen Geheimdienst, 'aussortiert' worden und arbeiten jetzt in einer Abteilung im 'Slough House' im heruntergekommenen Osten Londons. Deshalb nennen sie sich 'Slow Horses'. Der übergewichtige und nicht sehr sympathische, immer leicht ungepflegte Jackson Lamb leitet die Gruppe von Agenten, denen nur noch Aufgaben zugeteilt werden, bei deren Bewältigung ruhig etwas schiefgehen könnte.
Dann jedoch geschieht etwas, was die desillusionierte Gruppe auf Trab bringt: ein Jugendlicher pakistanischer Herkunft wird öffentlichkeitswirsam entführt und soll vor laufender Kamera ermordet werden. Die 'slow horses', die sooo langsam dann doch nicht sind, beginnen zu ermitteln und werden bald selbst gejagt.

Ein furioser, komischer und wendungsreicher Thriller der Extraklasse. Ich freue mich auf die Fortsetzung - im englischen Original sind bereits 5 Bände der Reihe um Jackson Lamb erschienen.

 

 

Gebunden, 24,-- EUR *)

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In dem neuen Buch von Daniela Krien werden nacheinander die unterschiedlichen Lebensentwürfe von fünf Frauen erzählt. Das Besondere dabei ist, dass die Wege der Frauen sich irgendwie kreuzen und miteinander verbunden werden, sei es freiwillig oder gezwungenermaßen.

Jede dieser Frauen will das Beste aus ihrem Leben herausholen und viel erreichen, nicht zuletzt sind sie auch immer auf der Suche nach der großen Liebe.
Hierbei müssen sie oft schwere Steine aus dem Weg räumen oder Enttäuschungen verkraften, aber versuchen stets, nie die Hoffnung zu verlieren.

Die Autorin hat mit kraftvollem erzählerischen Stil und feinsinniger, scharfer Beobachtung moderne Frauenbilder geschaffen-
Eine tolle Überraschung im Bücher-Frühling!

Gebunden, 22,00 EUR *)

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