Im Oetinger Verlag ist gerade eine Episode aus “Ferien auf Saltkrokan” von Astrid Lindgren als Vorlesebuch mit tollen Illustrationen von Maria Nilsson Thore erschienen: Als “Tjorven einen Seehund bekam”. Es ist Frühling auf der kleinen Schäreninsel und Familie Melchersson ist zu Besuch auf der Insel. Natürlich sind auch Tjorven und ihre Familie da und Södermann und seine Enkelin Stina. Die Kinder spielen den ganzen Tag mit ihren Tieren: Pelle mit seinem Kaninchen Jocke, Tjorven mit ihrem Hund Bootsmann und Stina mit ihrem Raben Kalle. Und dann bekommt Tjorven von Vesterman einen kleinen Seehund geschenkt, der sich in seinem Fischernetz verfangen hat. Was wohl Tjorvens Eltern dazu sagen werden? Der kleine Seehund Moses hält auf jeden Fall alle mächtig auf Trapp!

Astrid Lindgren schafft mit ihren Geschichten und ihrer Sprache einfach diese ganz spezielle Atmosphäre, die man zum Abtauchen braucht. Prima zum Vorlesen für Kinder ab 4 Jahre. Im gleichen Stil ist auch “Ein Kaninchen für Pelle”, welches im letzten Jahr erschienen ist.

 

Gebunden, 15,--  EUR *)

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Der Donnerstagsmordclub besteht aus der ehemaligen Krankenschwester Joyce, der Ex-Geheimagentin Elizabeth, dem früheren Gewerkschaftsführer Ron und dem Psychiater Ibrahim. Die vier Überachtzigjährigen leben in einer luxuriösen Seniorenresidenz und lösen hobbymäßig ungeklärte Kriminalfälle - immer donnerstags. Doch plötzlich muss der Club in Echtzeit ermitteln: Zwei Morde direkt vor ihrer Haustür lassen ihnen gar keine andere Wahl. Sie mögen nicht mehr die Jüngsten sein, aber an Scharfsinn und Witz leiden sie nun wahrlich keinen Mangel. Da staunt selbst die Polizei.

Der Krimi ist wunderbar unterhaltend, sehr lässig erzählt, very british, mit besonderen Charakteren und bissigem Humor. Keine Sorge, er ist absolut nicht betulich. Dazu sind die Hauptdarsteller viel zu cool.

Die Übersetzerin ist Sabine Roth, die auch Elizabeth Strout übersetzt.

 

Kartoniert, 15,99  EUR *)

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Alle reden von Bäumen. Alle reden davon, dass wir mehr Bäume brauchen und dass wir Bäume pflanzen sollten, um den Kollaps unserer Erde abzuwenden. Alle kaufen oder nutzen irgendetwas, dass uns verspricht: "Wenn du das hier kaufst oder nutzt, dann pflanzen wir Bäume!". Toll. Hat aber mal jemand darüber nachgedacht, dass wir auch einfach so Bäume pflanzen könnten, ohne vorher etwas konsumiert zu haben, dass uns Bäume verspricht.
 
Der neue Katapult-Verlag hat dazu ein wunderbares Buch herausgegeben. Hier werden nicht nur die wichtigsten Baumarten und ihre Vermehrungsmethoden vorgestellt, sondern mit viel Hintergrundinformationen die Situation der Wälder und Bäume dieser Welt geschildert. Wussten Sie, dass man aus Pappelflaum Kissen und Decken herstellen kann? Oder dass viele Städte Europas buchstäblich auf Erlenholz gegründet wurden, weil Pfähle aus Erle besonders wasserfest sind? Oder dass Aufforstung durchaus auch umweltschädlich sein kann?

Eine mit vielen Infografiken bestückte Anleitung zum Pflanzen eines Waldes, "legal oder illegal, aber auf jeden Fall zu Recht!"

 

Kartoniert, 18,--  EUR *)

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Friedrich kann es sich nicht erlauben, das Schuljahr zu wiederholen, und so fährt er dieses Jahr nicht mit seiner Familie in den Sommerurlaub, sondern bleibt bei seinen Großeltern, um für die Nachprüfung zu lernen. Friedrich weiß, dass es mit dem strengen Großvater, einem Professor an der nahegelegenen Klinik, nicht einfach wird, zumal Friedrich ihn bis vor Kurzem sogar noch siezen musste. Aber zum Glück bleiben ihm noch seine Lieblingsschwester Alma und sein bester Freund Johann, um aus den Sommerfreien das Beste herauszuholen. Und dann lernt Friedrich noch Beate kennen und verliebt sich bis über beide Ohren. Friedrich erlebt diesen einen "Großen Sommer", in dem er sich von seiner Kindheit verabschiedet, erwachsen wird und so vieles passiert, dass er sein ganzes weiteres Leben prägen wird.

Meine Erwartungshaltung an den neuen Roman von Ewald Arenz war ziemlich hoch, nachdem mich sein Vorgänger "Alte Sorten" sehr begeistert hat. Und was soll ich sagen: Er hat sie sogar noch übertroffen! Ein Herzensbuch, das im Moment einfach nur gut tut. In wunderschönen Bildern fängt der Autor die Stimmung dieses Sommers und der jungen Menschen ein, ohne dass es kitschig wird. Eines der schönsten Bücher in diesem Frühjahr.

 

Gebunden, 20,--  EUR *)

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Dora kommt aus guter Familie, hat einen angesagten Job als Werbefrau und lebt in einer tollen Beziehung in Berlin. Doch dann passieren zwei Sachen: Die alltäglichen Auseinandersetzungen mit ihrem Freund über den "richtigen" Lebenswandel und den Umgang mit der Klimakatasrophe beginnen zu eskalieren. Dann bricht die Corona-Pandemie aus und wirkt wie ein Verstärker dieser Konflikte. Dora flieht aus Berlin in ein altes Gutsverwalterhaus, das sie sich heimlich in der brandenburgischen Provinz in einem kleinen Dorf namens Bracken gekauft hat. Sie beginnt, das Haus und das dazugehörende Flurstück wohn- und nutzbar zu machen. Dabei kommt sie unweigerlich in Kontakt mit den Nachbarn, die so gar nicht dem Menschentypen entsprechen, den sie aus ihrem Berliner Umfeld gewohnt ist. Sie merkt ziemlich schnell, dass ihr Gelingen in Bracken aber nun einmal von diesen Menschen abhängt.

Beim Lesen des Klappentextes dachte ich: Schon wieder ein brandenburgisches Dorf in der tiefsten Walachei? Beim Lesen des Buches dachte ich dann: Ja, genau dort gehört die Geschichte hin. Genau in die Mitte des derzeitigen Geschehens, von dem man immer denkt, es spielt nur in den großen Zentren. Aber dort kann sich jeder in seiner Blase aufhalten, die "richtigen" Meinungen vertreten und die "richtigen" Jobs machen. Man kann sich abgrenzen von dem, was der eigenen Weltsicht widerspricht. In einem kleinen Dorf in Brandenburg ist das nicht möglich. Ein Protagonist des Romans bringt es auf den Punkt: "Hier in Bracken sind wir unter Leuten. Da kann man sich nicht über Menschen erheben." Ein treffender Satz und ein feiner Verweis auf das andere fiktive Juli-Zeh-Dorf.

Ein großartiges Plädoyer für ein menschliches Miteinander abseits der politischen Korrektheit und des derzeitigen Meinungs- und Deutungshoheitswahns, mit sehr viel Sprachwitz und elegant geschrieben.

 

Gebunden, 22,--  EUR *)

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Ein Öko-Terrorist, genannt “Green Man”, hält die USA - nein, die ganze Welt - in Atem, bereits sechs Attentate hat er verübt.Sein letzter Anschlag führte zu einem Zusammenbruch einer Staumauer mit Toten und milliardenschweren wirtschaftlichen Schäden. Mit radikalen Mitteln macht er auf die Umweltzerstörung aufmerksam und nimmt dabei den Tod von Menschen in Kauf. Während das FBI seit Monaten erfolglos nach “Green Man” fandet, wächst die Schar seiner Anhänger, die in ihm jemanden sehen, der unseren Planeten retten will. Tom Smith, ein junger, unerfahrener Datenanalyst beim FBI, glaubt etwas entdeckt zu haben, das ihn auf seine Spur führt. Doch auch ihm stellt sich die Frage: Wenn man töten muss, um die Welt zu retten, ist es das nicht wert?

Sprachlich nicht besonders anspruchsvoll, aber super spannender Thriller um ein wichtiges Thema. Man merkt, dass David Klass Autor von zahlreichen Hollywood-Drehbüchern ist. Kurzzeitig kommt man schon ins Grübeln, ob der Zweck nicht jedes Mittel heiligt.

 

 

Kartoniert, 13,--  EUR *)

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Ich habe lange nicht mehr so mit den Protagonisten mitgefiebert wie in diesem Buch. Und auch die eine und andere Träne verdrückt. Aber keine Sorge, der Roman ist emotional, aber ohne Kitsch.

Und darum geht es:

Tom Monderath, bekannter Journalist und Nachrichtensprecher, führt ein unstetes Leben und ist eingefleischter Single. Ausgebremst wird er durch seine 84-jährige Mutter Greta, deren zunehmende Demenz sein Kümmern erfordert. Was anfangs sein scheinbar so perfektes Leben stört, wird unerwartet zu einem Geschenk. Als Greta vergisst, was sie alles vergessen wollte, um weiterleben zu können, erzählt sie erstmals aus ihrem Leben - von ihrer Kindheit in Ostpreußen, der Flucht vor den russischen Soldaten im eisigen Winter und den Jahren im besetzten Heidelberg . Als Tom jedoch auf das Foto eines kleinen Mädchens mit dunkler Haut stößt, verstummt Greta. Zum ersten Mal beginnt Tom, sich eingehender mit seiner Familiengeschichte zu befassen. Und er beginnt, ihre Traurigkeit, die seine ganze Kindheit überschattet hat und seine Beziehungsunfähigkeit, zu verstehen.

Susanne Abel erzählt von der entbehrungsreichen Nachkriegszeit, vom Schwarzmarkt, von der Besatzung und von zerstörten Kriegsheimkehrern. Und vor allem erzählt sie von Beziehungen zwischen amerikanischen GIs und deutschen Frauen und von “Brown Babies”. Sie erzählt von der relativen Freiheit der Afroamerikaner in Deutschland, von Rassismus und reißt das Thema “Transgenerationale Vererbung”, also die Traumata der Kriegsenkel an. Ich habe viel gelernt, die Geschichte wirkt noch lange nach.

 

 

Gebunden, 20,--  EUR *)

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Frau Helbing, Witwe, Fleischereifachverkäuferin im Ruhestand - sie hat gut vierzig Jahre mit ihrem Mann eine Metzgerei im Hamburger Grindelviertel betrieben -, ist eine einfache Frau, mag es aber überhaupt nicht, wenn sie unterschätzt wird. Der Tod ihres freundlichen Nachbarn - von der Polizei als tragischer Unfall fast schon zu den Akten gelegt - kommt ihr seltsam vor. Ein allergischer Schock durch drei Wespenstiche? Ist das nicht etwas unwahrscheinlich? Und hat sie nicht des nachts Geräusche in der Wohnung des Fagottisten gehört, obwohl dieser schon tot war? Hier liegt doch ein Verbrechen vor! Frau Helbing bleibt hartnäckig und ermittelt auf eigene Faust. Erfahrung hat sie, schließlich verbringt sie ihre Tage am liebsten mit der Lektüre von Kriminalromanen …

“Frau Helbing und der tote Fagottist” ist ein unblutiger, unterhaltsamer Krimi mit einer erfrischenden Ermittlerin. Frau Helbing ist eine wache Beobachterin mit guter Menschenkenntnis und kriminalistischem Verstand - das hat mir sehr gut gefallen. Interessant ist auch der Autor, Eberhard Michaely, der außerdem auch Jazzmusiker und Busfahrer bei der Hamburger Hochbahn ist. Ich mag es sehr, wenn ein Autor noch weitere Berufe ausübt, die Geschichten sind rund, unkompliziert und nicht verkopft.

 

Taschenbuch, 14,90  EUR *)

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Mein Lieblingsbuch in diesem Frühjahr ist definitiv “Schwester” von Mareike Krügel. In ihrem neuen Roman erzählt sie von der bodenständigen Iulia (Bankkauffrau, Mutter und Pastorengattin), die nach dem schweren Autounfall ihrer geliebten Schwester Lone erstmal alles Nötige in deren Leben regeln möchte. Doch je mehr Iulia in Lones Alltag eintaucht, desto mehr erfährt sie über ihre Schwester und hinterfragt dadurch ihr eigenes eingefahrenes Leben.

Mareike Krügel schafft es wieder, einen mitreißenden Roman über starke Frauen in der heutigen Zeit zu schreiben. Mit lakonischem Witz und klarem norddeutschen Stil, aber auch mit sehr einfühlsamen Tönen, macht sie das Buch zu einem großen Lesevergnügen.


Auch der Vorgänger “Sie mich an” ist wärmstens zu empfehlen!

 

 

Gebunden, 22,--  EUR *)

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Die 32-jährige Londonerin Nina schlägt sich nicht nur mit den üblichen Problemen einer Großstadt-Single-Frau herum, die muss sich zudem um ihren demenzkranken Vater kümmern, sich mit ihrem nervenden Nachbarn plagen, während der Hochzeitsplanung ihres Ex-Freundes die Contenance bewahren und ihrer besten Freundin bei deren Sorgen als Ehefrau und Mutter beistehen. Ganz schön viel auf einmal, aber als dann Max auftaucht, ein Mann, der vielleicht der Richtige sein könnte, scheint sich für Nina alles zum Guten zu wenden. Wenn Max nicht zu der Sorte Mann gehörden würde, die gerne mal einfach von der Bildfläche verschwinden und ein gebrochenes Herz zurücklassen.

Dieses Buch ist einfach hinreißend - sehr lustig mit typisch britischem Humor, aber auch sehr berührend und nachdenklich.

 

 

Gebunden, 22,--  EUR *)

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Die Welt der 17jährigen Piper ist zusammengebrochen. Sie wurde aus ihrem Leben gerissen, von ihren Eltern und Geschwistern getrennt, kommt um vor Sehnsucht und muss bei einer fremden Frau leben. Das ist Pipers Sicht.
Aus Sicht der anderen wurde Piper gerettet, denn sie ist in einer Sekte aufgewachsen. Doch Piper fühlte sich in dieser Gemeinschaft geschützt vor der gefährlichen Außenwelt und sie fühlte sich auch auserwählt, die Menschheit zu retten, wenn es einmal zu einem Krieg kommen sollte. Kein Wunder also, dass sie sich jetzt eingesperrt fühlt, verwirrt und unglücklich ist bei dieser fremden Frau.
Jedoch flackern nach und nach immer mehr beunruhigende Erinnerungen auf und Piper kommt der Wahrheit Stück für Stück näher. Sind ihre Sekten-Eltern vielleicht doch nicht die Heilsbringer, für die sie sich ausgegeben haben? Sind sie Lügner und sie eine Lügentochter?

Megan Cooley Peterson beschreibt in diesem Jugendbuch sehr einfühlsam und spannend Pipers Weg in eine andere Normalität. Sie beschreibt eindringlich, wie gefährlich blindes Vertrauen sein kann und wie wichtig es ist, auch einmal Dinge infrage zu stellen und selber zu denken. Ganz klare Leseempfehlung!

 

 

Gebunden, 17,--  EUR *)

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Rainer Jund beschreibt in “Tage in Weiß” seinen Alltag als Arzt in einer Klinik. In vielen Episoden erfahren wir, wie nah Leben und Tod beieinander liegen und wie verletzlich der Mensch ist. Das ist an vielen Stellen durchaus bedrückend und sehr bewegend. Und wir erfahren, wie unmenschlich der Klinikalltag sein kann. Als roter Faden zieht sich die Liebe zu einer Kollegin, die erobert werden will, durch den Roman. Mich hat der Stil an Ferdinand von Schirach erinnert, nur deutlich poetischer wie es das Wunder des Lebens verdient. Nach jedem Kapitel habe ich mir gesagt: “Eins kann ich noch lesen”, so soghaft ist es geschrieben. Und so war das Buch ratzfatz durchgelesen. Ganz großartig!

 

 

Taschenbuch, 12,--  EUR *)

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Dem amerikanischen FBI-Agenten John Adderly missglückt ein Undercover-Einsatz, nun muss er sich eine neue Identität zulegen und untertauchen. Da passt es ganz gut, dass er von seiner schwedischen Mutter einen Hilferuf erhält, er solle sofort in seine Geburtsstadt Karlstad kommen, es gäbe Schwierigkeiten mit seinem Halbbruder. Für John ist klar, er muss zurück nach Schweden, um herauszufinden, ob sein Bruder in einen alten Vermisstenfall verwickelt ist. Er schleust sich in ein Cold-Case-Team, das den Fall neu aufrollen will und sucht auf eigene Faust die Leiche einer jungen Frau, die vor 10 Jahren verschwunden ist.
Endlich maml wieder ein spannender skandinavischer Krimi, der nicht zu düster und brutal ist. Mit vielen Wendungen in der Geschichte, war ich bis zum Schluss gefesselt und hoffe, noch mehr von diesem Autorenduo zu lesen!

 

 

Gebunden, 22,--  EUR *)

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Bei Nora Seed läuft es gar nicht gut, schon seit Langem ist sie depressiv und findet keinen Sinn mehr in ihrem Leben. Als sie dann auch noch ihren Job verliert und ihre geliebte Katze stirbt, beschließt sie, ihrem Leben ein Ende zu setzen. Allerdings gelangt sie dabei nicht wie erwartet ins Jenseits, sondern in eine Zwischenwelt, die sogenannte  Mitternachtsbibliothek. Dort bekommt sie die Gelegenheit, an verschiedene Stationen ihres früheren Lebens zurückzukehren, um noch einmal zu entscheiden, welchen Lebensweg sie einschlagen möchte. Doch die Schwimmerinkarriere weiterführen, mit der Freundin nach Australien auswandern oder in der Rockband ihres Bruders bleiben? Wären das Möglichkeiten gewesen, um ein glücklicheres Leben geführt zu haben?
Dieser Roman ist sehr ungewöhnlich und spannend. Ganz im Sinne von "hätte, hätte, Fahrradkette" beschäftigt er sich mit dem Thema dabei höchst unterhaltsam und mitreißend.

 

 

Gebunden, 20,--  EUR *)

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In Windsor Castle wird ein junger Musiker tot aufgefunden. Schnell stellt sich heraus, dass es Mord war. Wer kann es wagen, im Lieblings-Schloß von Queen Elizabeth ein derartiges Verbrechen zu begehen? Da der junge Mann ein Russe war, ist für den Geheimdienstchef klar, wer dahinter steckt: Putin! Die Queen ist nicht überzeugt und stellt sehr, sehr diskret eigene Ermittlungen an. Unterstützt wird sie von ihrer Privatsekretärin Rozie, die schnell merkt, was für eine hohe Kunst die Diplomatie ist. Und siehe da, die Queen hat den richtigen Riecher ...

Dieser Krimi ist einfach herrlich! Mit feinem Humor gespickt, hat die Autorin ein hinreißendes Ermittlerinnen-Paar geschaffen, irgendwo zwischen Miss Marple und The Crown. Ohne es zu wissen, habe ich mir offenbar schon immer gewünscht, gemeinsam mit der Queen zu ermitteln und ganz private (und sehr fiktive) Einblicke in den königlichen Alltag zu erhalten. In diesen unsicheren Zeiten ist es eine Wohltat, in eine Welt abzutauchen, in der Loyalität und Gerechtigkeit bedeutsame Werte sind.

Ich habe das Buch mit großem Vergnügen gelesen und ich freue mich sehr auf den nächsten Fall, der wohl 2022 erscheinen soll.

 

 

Gebunden, 18,-- EUR *)

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Wenn man schon im Moment nicht reisen kann, macht es umso mehr Spaß, ein Buch zu lesen, dass einen in ferne Welten entführt!
So geschehen mit Ana Zirner, die sich in ihrem zweiten Reisebericht "Rivertime" aufmacht, den Colorado River zu erkunden- von seiner schneebedeckten Quelle in den Rocky Mountains, durch den atemberaubenden Grand Canyon, über die Wüstenlandschaft in Arizona bis zu seiner Mündung in den Golf von Kalifornien in Mexiko.
Die Abenteurerin erzählt hier nicht nur von der großartigen Landschaft, sondern auch von teils herzlichen, teils skurrilen Begegnungen. Dabei lässt sie aber auch keine unbequemen Themen aus, wie die massive Umweltverschmutzung und die dadurch entstehende Zerstörung vieler Lebensräume.
Ein tolles und spannendes Buch über die Lebensader des amerikanischen Westens!

 

 

Gebunden, 22,--  EUR *)

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Tante Martl ist die Tante der Autorin. Und um sie, ihre Generation und ihre Familie geht es in diesem Buch.

Als Tante Martl geboren wurde, 1925 in Zweibrücken in der Südpfalz, war sie das dritte Kind der Familie. Sie hatte zwei ältere Schwestern, Rosa und Bärbl, alle drei je 2 Jahre auseinander. Und sie war wieder nur ein Mädchen! Dem Vater war das so peinlich, dass er kurzerhand nach der Geburt den Nachbarn und Freunden gegenüber einfach einen „Martin“ daraus machte und das Kind sogar als Jungen beim Standesamt meldete. Das ging einige Wochen gut – so ein Säugling in seinem Wagen ist ja auch nicht als Junge oder Mädchen zu erkennen. Auch die Mutter machte das Ganze einige Zeit mit, dann jedoch stellte sie ihren Mann vor die Wahl: Entweder du gehst zum Standesamt und berichtigst den Fehler oder ich gehe mit den Kindern weg! Er ging und korrigierte den Fehler, im Ort jedoch wird so eine Sache nicht vergessen. Ihr ganzes Leben lang wurde die Familie davon verfolgt, augenzwinkernd, tuschelnd.

Martl – jetzt Martina - war jedoch von ihrem Vater – jetzt erst recht- ungeliebt, was er sie sein Leben lang spüren ließ. Sie ließ alles stumm über sich ergehen und floh in ihre Welt, in der sie analytisch ihre Umgebung vermaß und Bildung aufsog.

Während die Schwestern Liebschaften hatten und das Haus nach ihrer Eheschließung verließen (Rosa heiratete jung in eine reiche Familie, der Mann fiel jedoch im Krieg), blieb Martl bei ihren Eltern. Sie studierte, wurde Lehrerin und kümmerte sich weiterhin um ihren und den Haushalt der Eltern, die sie später auch pflegte. Die Familie hatte nie etwas anderes erwogen, es schien unausgesprochen gottgewollt zu sein, dass Martl sich kümmerte. Und Martl widersprach nicht. Sie wurde Patentante von Rosas Tochter aus zweiter Ehe, der Autorin, und versuchte, ihrer Nichte eine gute Tante zu sein, ihr das zu geben, was Rosa als in ihren Augen unpatente Person ihr nicht geben konnte.

Der Tod der Eltern war für Martl eine Befreiung: Sie begann zu reisen, begann, tiefere Bekanntschaften zu pflegen – ob es wirklich Freundschaften waren, bezweifelt die Autorin. Auch emanzipierte sie sich von ihren Schwestern, die ihr zunehmend fremd wurden. Nur zu ihrer Nichte pflegte sie engen Kontakt.

Collagenhaft erzählt Ursula März die Geschichte ihrer Tante und der Familie, manchmal anekdotenhaft, mit viel Lokalkolorit, dramatisch und herzerwärmend.
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Taschenbuch, 11,00 EUR *)

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Der französische Autor Grégoire Delacourt spielt in “Die Frau, die nicht alterte” mit einem Gedankenexperiment. Was, wenn man äußerlich nicht altert? Traum oder Albtraum?


Martine, glücklich verheiratet und Mutter eines Sohnes, stellt mit Anfang Dreißig fest, dass sie äußerlich nicht mehr altert. Was nach dem unerreichbaren Traum so vieler Frauen klingt, wird für Martine Wirklichkeit und führt sich erst einmal gut an. Aber es wird immer mehr zum Problem und schließlich sogar zu einer ungeahnten Zerreißprobe, auch für ihre Familie. Denn wer will für immer jung sein, wenn die Liebsten, die Freunde, die Verwandten, wenn alle anderen altern? Der kleine feine Roman ist eine mitreißende Parabel auf unser Streben nach ewiger Jugend und auf die Schönheit des Alters. Prima lesbar!

 

 

Taschenbuch, 12,-- EUR *)

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Oh ha, diesen Roman zu beschreiben, ist gar nicht so einfach! Obwohl das Cover so nüchtern gestaltet ist, verbirgt sich zwischen den zwei Buchdeckeln ein wahres Feuerwerk! “Clos Gethseman” ist ein überbordender Abenteuerroman abseits des Mainstreams, der viel Lust auf Rotwein macht. Überhaupt dreht sich hier fast alles um den Wein, auch der Titel, der eine legendäre Weinlage meint, die im 19. Jahrhundert von der Reblaus vernichtet wurde. Hauptdarsteller ist Karl Breitenstein, ein passionierter Weintrinker und -kenner, der nach Georgien reist, um dort einen legendären Wein und seinen geheimnisvollen Winzer zu suchen und zu finden. Hinzu kommen die Weinjournalistin Marion und der Weinhändler Mugeaux, der alte, verschollene Weinflaschen aufspürt. Und diese gefundenen alten und legendären Weine setzen ungeahnte Ereignisse in Gang und plötzlich ist alle Welt hinter diesen Weinen her: Kirchenvertreter, die Mafia und andere Kriminelle, Forscher, die Häuser Rothschild und Rockefeller. Spätestens als die Kapuzinergruft in Wien in die Luft geht, ahnen die drei, dass diese Weine eine ganz besondere Eigenschaft haben …


Anfangs tat ich mich etwas schwer mit dem Roman, aber dann hat er gezündet! Walter Hönigsberger mischt historisch belegte und fiktionale Begebenheiten auf Schönste, er spart nicht mit Verschwörungstheorien (er muss sehr viel Phantasie haben), seine Hauptdarsteller sind von Grund auf sympathisch, feiner Humor rundet das Ganze ab. Und ich habe eine Menge über Wein gelernt. Großartige Unterhaltung!

 

 

Gebunden, 22,-- EUR *)

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London, Anfang des 20. Jahrhunderts. Die junge Clara leidet unter der Glasknochenkrankheit und wächst daher sehr behütet auf. Sie verlässt nur selten das Haus, ihre Mutter, eine lebenslustige Frau, schildert ihr die Welt da draußen ausgiebig. Als die Mutter plötzlich stirbt, beschließt Clara, ihr Schneckenhaus zu verlassen und die Welt mit eigenen Augen und Ohren kennenzulernen. Bus fahren, Ausstellungen besuchen, Menschen beobachten. Sie entdeckt ihre Leidenschaft für Pflanzen, studiert diese ausgiebig und freundet sich mit dem Leiter des Botanischen Gartens an. Dieser verschafft ihr einen Auftrag auf einem Anwesen in Gloucestershire - Shadowbrook -, sie soll dort ein Gewächshaus einrichten. Clara ist begeistert! Sie findet einen üppigen, verwunschenen Garten vor, das Personal ist freundlich und trotzdem wirkt das Haus seltsam abweisend. Ihr Auftraggeber, Mr. Fox, ist nur selten anzutreffen und scheint sich für die Fortschritte im Gewächshaus nur wenig zu interessieren. Und außerdem scheint es in dem Haus zu spuken! Clara mit ihrem wissenschaftlichen Geist beginnt unerschrocken die Geheimnisse von Shadowbrook zu ergründen …
Diese hervorragend geschriebene Geschichte hat mich sehr gefesselt. Ein bisschen Spukgeschichte, ein bisschen Jane Austen. Clara ist eine mutige Frau, die ihrer Zeit weit voraus ist. Zum einen geht sie die Dinge sehr analytisch an, zum anderen verhält sie sich häufig jenseits gängiger Konventionen, einfach weil sie sie in ihrer abgeschotteten Kindheit und Jugend nicht kennengelernt hat. Das ist oft sehr erfrischend!

“Das Geheimnis von Shadowbrook” von Susan Fletcher, übersetzt von Marieke Heimburger ist jetzt im Insel Verlag als Taschenbuch erschienen.

 

 

Taschenbuch, 11,-- EUR *)

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Mitte der 70er Jahre ziehen zwei Polizisten, die zusammen ihre Ausbildung hinter sich gebracht haben, durch Zufall in dieselbe Straße einer New Yorker Vorstadt und werden Nachbarn. Während die Gleesons sich darüber freuen und sich einen engeren Kontakt wünschen, bleiben die Stanhopes distanziert und lehnen ein freundschaftliches Verhältnis ab. Besonders Anne Stanhope, eine psychisch labile Frau, verschließt sich mit den Jahren immer mehr und versucht, die Freundschaft ihres Sohnes Peter zur jüngsten Tochter der Gleesons zu verhindern. Als die beiden Kinder sich sogar ineinander verlieben, eskaliert die Situation und auf einmal ist nichts mehr wie früher.

Ein schön klassischer amerikanischer Familienroman, in dem man die Familien über 40 Jahre ihres Lebens begleitet. Dabei schreibt die Autorin so mitreißend, dass man mit den Figuren mitfiebert.

 

 

Gebunden, 24,--  EUR *)

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Wer die Geschichten mag, die der Fabulierkünstler Heinrich Steinfest sich ausdenkt und aufschreibt, wird seinen neuen Roman lieben. Ich muss gestehen: Ich bin ein Steinfest-Junkie.
Seine Romane drehen sich stets um die Lebensläufe und -brüche von Menschen, die auch ein »normales« Leben führen könnten, sich aber immer aufgrund einschneidender Ereignisse für eine spontane Änderung ihres eigenen Lebenslaufes entscheiden. So wurde in »Der Allesforscher« aus einem erfolgreichen Geschäftsmann ein Bademeister, in » Die Büglerin« aus einer Meeresbiologin eine Haushaltshilfe. Diese Lebensbrüche und Schicksalswendungen kleidet Steinfest in eine elegante  Sprache, mit Esprit und Humor, zu keiner Sekunde langweilig und immer mit einem Schuss Mystik.

In seinem neuen Roman nun geht es um Paul Klee, nein, nicht verwandt mit DEM Paul Klee. Klee ist Chauffeur mit Leib und Seele, zwei Ereignisse -ein dramatisches und ein amouröses- veranlassen ihn jedoch, seinen Beruf aufzugeben und ein kleines Hotel im ländlichen Nirgendwo in Süddeutschland zu eröffnen, das er sehr erfolgreich gemeinsam mit seiner großen Liebe führt. Doch dann verändern sowohl kriminelle als auch kosmische Ereignisse nicht nur das Leben aller Beteiligten, sondern die ganze Welt.

Wie immer: Großartig! Steinfest fesselt.

 

 

Gebunden, 22,00 EUR *)

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Charlotte McConaghys Roman "Zugvögel" (übersetzt von Tanja Handels) spielt in einer Welt, in der 80% Prozent der Wildtiere ausgestorben sind. Sie haben die Umweltzerstörung und den Klimawandel nicht überlebt, sie haben den Menschen nicht überlebt. Es gibt noch eine letzte Kolonie Küstenseeschwalben und diese Zugvögel möchte die willensstarke Protagonistin Franny Stone auf ihrem wohl letzten Flug von Grönland in ihre Brutplätze in der Antarktis unbedingt begleiten. Nach monatelanger Suche finden sie den Kapitän Ennis Malone, der sie auf seinem Fischkutter, der Saghani, auf diese gefährliche und abenteuerliche Reise mitnimmt. Die Besatzung des Kutters hofft auf einen letzten großen Fang, Franny auf so etwas wie Erlösung. Denn Franny ist nicht nur eine passionierte Vogelfreundin mit starkem Freiheitsdrang, sondern auch eine Frau, die in ihrer Vergangenheit mit tragischen Verlusten, Abschieden und Katastrophen umgehen musste und von Schuldgefühlen getrieben wird. Und so wird die lange, gefährliche Seereise entlang der Küste Amerikas auch eine lange, gefährliche Reise zu sich selbst.

„Zugvögel“ ist eine unvergessliche Geschichte mit einer unvergesslichen Heldin. Spannend erzählt, ist der Roman zugleich Abenteuer- und Liebesroman, Ökoparabel, Mutter- und Vatersuche. Mir hat besonders gefallen, wie die Autorin dem Leser nach und nach Frannys Vergangenheit offenbart. Was ist nur passiert, was ist Frannys Motivation? Ganz wunderbar sind auch die Szenen auf dem Fischkutter mit der bunten Crew raubeiniger Exzentriker und Träumer. Trotz der düsteren Zeichnung unserer Welt in der Zukunft ist das Buch auch eine Ode an die Schönheit der Natur. Ganz klare Leseempfehlung!

 

 

Gebunden, 22,-- EUR *)

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An ihrem 47. Geburtstag kehrt die Freerunnerin Sydney (das sind die Leute, die von Dach zu Dach springen und an Fassaden hochklettern) nach vielen Jahren an die Küste Cornwalls zurück, wo damals ein schwerer Schicksalsschlag ihre Familie erschütterte. Noch immer leidet Sydney darunter und fühlt sich schuldig, deswegen hofft sie durch ihre Rückkehr dieses Trauma zu überwinden. Sydney ist aber nicht die einzige Person in diesem Ort, die mit Problemen zu kämpfen hat. Gezwungenermaßen lernt sie dort eine Reihe skurriler, aber sehr liebenswürdiger Menschen kennen, die alle ihr Päckchen zu tragen haben und sich nach etwas Glück in ihrem Leben sehnen.

"Bären füttern verboten" ist ein großartiger, typisch britischer Roman. Es geht um Trauer und Verlust, Vergebung und Neubeginn, komplizierte Beziehungen und die Fähigkeit, Dingen zu akzeptieren, um sein Leben zu ändern. Die Figuren wuchsen mir schnell ans Herz und haben mich sehr unterhalten! Absolut lesenswert!

 

 

Gebunden, 22,--  EUR *)

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Kalmann ist Mitte dreißig, lebt allein und macht den besten Gammelhai von ganz Island. Nein, den zweitbesten: Sein Großvater, mit dem er bisher zusammenlebte, machte den besten. Kalmann wuchs bei ihm auf, lernte alles über den Grönlandhai, der in großen Tiefen lebt und kompliziert zu fangen und zu verarbeiten ist, und er lernte von ihm auch alles, um auf Island in einem kleinen Dorf im Nordosten als Dorftrottel zu überleben. Kalmann ist zwar leicht behindert, aber nicht doof: mit seinem Cowboyhut, dem Sheriffstern und seinem Colt achtet er darauf, dass in seinem Dorf alles seine rechte Ordnung hat und behält.

Nun wird sein Großvater dement und lebt im Pflegeheim in der nächsten Stadt, der örtliche Hotelbesitzer verschwindet und hinterlässt nur eine große Blutlache, und auch andere merkwürdige Dinge passieren, die nicht nur Kalmann aus der Bahn werfen.

Warmherzig, humorvoll und voller Wendungen wird die Geschichte mit viel isländischem Lokalkolorit aus Sicht des liebenswerten Kalmann erzählt. Ein echtes Lesevergnügen!

 

 

Gebunden, 22,00 EUR *)

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Die Schweiz Anfang des 14. Jahrhunderts: Der halbwüchsige Sebi lebt mit seiner Mutter und seinen beiden älteren Brüdern in einem kleinen Dorf in der Nähe des Klosters Einsiedeln. Der Glaube, die Kirche und der harte Überlebenskampf der kleinbäuerlichen Selbstversorger bestimmen das Leben und die Weltsicht der Menschen dieser Zeit. Eines Tages taucht ein Fremder im Dorf auf, der sich rasch im Dorf nützlich macht und wegen seiner Erfahrungen in der Heilkunde allseits geachtet wird. Sie nennen ihn den Halbbart, weil eine Gesichtshälfte vernarbt ist und dort kein Bart wächst. Sebi freundet sich mit ihm an und merkt bald, dass sein vorgezeichnetes Leben als Mönch, Bauer oder Soldat nichts für ihn ist.

Charles Lewinsky ist mit seinem neuen Buch wieder einmal eine echte Zeitreise gelungen: Dadurch, dass er seinen jungen Protagonisten Sebi unbekümmert über seine Umgebung und die Geschehnisse plaudern lässt, werden der Zeitgeist, der Alltag und die tiefe Glaubenswelt der Menschen des Mittelalters höchst lebendig. Mit viel Erzählfreude rüttelt der Autor auch an einem Gründungsmythos der Schweiz, der 'Schlacht am Morgarten', die archäologisch nie nachgewiesen werden konnte.

 

 

Gebunden, 26,00 EUR *)

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Schräger, schriller und durchgeknallter geht's kaum: Gerhard Henschel nimmt die Mordlüsternheit von deutschen Regionalkrimis aufs Korn. Ein scheinbar durch nichts zu stoppender Serienmörder meuchelt sich durchs Land. Er hat sich scheinbar vorgenommen, alle deutschen Regionalkrimiautoren ins Jenseits zu befördern, und zwar genau so, wie sie es in ihren Büchern detailliert beschrieben haben. So beginnt also das große Morden, auf alle erdenkliche Arten. Die Kommissare Fischer und Gerold aus Uelzen nehmen sich der Sache an, eine BKA Sonderermittlungsgruppe wird eingesetzt und auch einige Privatleute suchen nach dem Mörder. Zu sehr unschönen Verwicklungen kommt es, als der Hamburger Lokalkrimiautor Frank Schulz dem grausamen Treiben in der Heimat nach Griechenland entfliehen will, dort jedoch das Gegenteil von Ruhe erlebt.

Ein großes Lesevergnügen für alle Freunde gepflegter Durchgeknalltheit. Zum Finale hin haut der Autor dermaßen auf die Tonne, dass es eine Freude ist, dieser Satire auf alles Mögliche (Lokalkrimis, Polizeiarbeit, Abenteuerromanen etc.) zu folgen.

 

 

Kartoniert, 18,00 EUR *)

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Lange habe ich nicht mehr so einen kurzweiligen, spannenden und informativen Thriller gelesen wie „Der bleierne Sarg“ des Politik-Journalisten Thomas Frankenfeld. Und darum geht es: Bei Bauarbeiten an einer Wedeler Kirche wird ein bleierner Sarg entdeckt. Stunden später stirbt einer der Handwerker einen qualvollen Tod. Offenbar hat ein tödlicher Erreger (Corona ist nichts dagegen) aus den Zeiten des Dreißigjährigen Kriegs mehr als drei Jahrhunderte in dem Sarg überdauert. Schlimm genug, aber es kommt noch schlimmer: Eine Terror-Organisation bringt den Erreger an sich und droht mit einem Anschlag auf die Millionenstadt Hamburg. In einem verzweifelten Rennen gegen die Zeit versuchen der Archäologe Tristan Lindberg und die Hauptkommissarin Becca Shahin die Drahtzieher aufzuspüren und zugleich uralte Aufzeichnungen zu finden, die bei der Entwicklung eines Medikaments helfen können. Währenddessen sterben immer mehr Menschen…

Bioterrorismus gilt neben dem Atomkrieg als größte Gefahr für die Menschheit. Gekonnt hat Thomas Frankenfeld diese Bedrohung in einen erschreckend aktuellen und packenden Thriller verpackt. Mich hat es echt gegruselt. Zwischendurch kann man aber bei den kleinen historischen Exkursionen, die u.a. auf die Barmstedter Schlossinsel und nach Louisenlund führen, immer wieder durchatmen. Und die Liebe kommt auch nicht zu kurz. Absolute Leseempfehlung!

 

 

Taschenbuch, 9,95 EUR *)

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„Tage mit Felice“ von Fabio Andina ist das Buch zum Runterkommen. Der namenlose Icherzähler berichtet darin vom scheinbar ereignisarmen Alltag des neunzigjährigen Felice, einem Eigenbrötler, den er begleitet und der mit der Welt seinen Frieden gemacht hat. Schauplatz ist ein Bergdorf im schweizerischen Tessin, das sich mit dem Nachbarn Italien kulturell stark verbunden fühlt. Felices Tag beginnt Sommer wie Winter meist vor dem ersten Hahnenschrei mit einem Bad in einem eiskalten Gebirgsbach. Danach wird gefrühstückt und Holz gehackt. Mal geht es in die Bar, um Neuigkeiten auszutauschen, mal in den Nachbarort zum Mittagessen. Gemüse wird geerntet, Pilze werden gesammelt und mit der Nachbarin gegen Käse getauscht. Überhaupt steht der Tauschhandel in Felices Dorf hoch im Kurs. Wunderbar sind die Pausen auf der Granitbank vor dem Haus. Dann noch eben die Gaskartusche bei Vittorina austauschen. Der wortkarge Felice hat immer etwas zu tun, und fast immer tut er etwas für andere.

„Tage mit Felice“ ist ein minimalistisch erzählter Roman über die Kunst des einfachen Lebens und zugleich das Porträt eines Bergdorfs mit seinen Bewohnern, von denen nicht wenige über Achtzig sind. Fabio Andina schildert keine Idylle, die Bewohner sind den Härten der Jahreszeiten ausgesetzt und niemand hat ein leichtes Auskommen. Und doch ist da eine starke Gemeinschaft, die Leben und Tod teilt und niemanden zurücklässt. Während und nach der Lektüre fühlte ich mich erfrischt und entschleunigt. Was ist denn wirklich wichtig und wie führe ich ein gutes Leben? Felice hilft auf jeden Fall bei der Beantwortung dieser Fragen!

 

 

Gebunden, 24,-- EUR *)

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Es ist der Sommer des Jahres 1925. Die Schriftstellerin Charlotte und ihre Lebensgefährtin Ellen reisen nach Rockcliff Isle, eine Insel vor der kanadischen Atlantikküste. Charlotte will an ihrem neuen Roman arbeiten, Ellen das gemeinsame Sommerhaus einrichten. Bei der Ankunft im Hafen lernen sie den Ornithologen Crawford Maker kennen, der einen toten Albatros unter dem Arm trägt. Schon am nächsten Tag besucht Ellen ihn in seiner Werkstatt, wo Crawford den Vogel präpariert. Sie fühlt sich erinnert an ihre kurze Karriere als Bildhauerin, die sie für Charlotte aufgegeben hat. Ellen beginnt, Crawford in seiner Arbeit zu unterstützen und in ihr keimt die Sehnsucht nach Aufmerksamkeit und Anerkennung, die sie in der Beziehung zu Charlotte lange hat missen müssen. Crawford erkennt ihr Talent und sucht immer häufiger ihre Nähe. Und auch Ellen fühlt sich zu Crawford hingezogen.

Ellens Weg zur Selbstfindung und Selbstbehauptung ist ruhig und einfühlsam beschrieben. Es ist nicht nur ein Künstlerroman, sondern auch eine Geschichte über die Liebe, die man lebt und die, die man sich versagt. Ein richtig schönes Buch!

 

 

Gebunden, 22,-- EUR *)

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Der Roman über die Hebamme Hulda Gold spielt zu Beginn der 1920er-Jahre in Berlin.

Hulda ist eine der wenigen selbständigen Hebammen und zu dieser Zeit eine Ausnahme. Sie interessiert sich nicht nur für die schwangeren Frauen, sondern auch für alles andere, was in ihrer Heimatstadt geschieht.

Eines Tages hört sie von einem Todesfall und dass die Nachbarin sich sicher ist, dass ihre Freundin ermordet wurde. Huldas Neugier siegt und sie beginnt, auf eigene Faust zu ermitteln. Es ist nicht verwunderlich, dass sie immer wieder mit dem ermittelnden Kommissar Karl North aneinandergerät. Doch sein fehlendes Interesse an der Lösung des Falls spornt Hulda nur noch mehr an. Immer tiefer taucht sie in das Berliner Elendsviertel ein und begibt sich in große Gefahr. Irgendwann erkennen Hulda und Karl, dass sie abhängig voneinander sind und den Fall nur gemeinsam lösen können.

 

Anne Stern schreibt so interessant, dass man sich problemlos in diese Zeit zurückversetzen kann. Ein gelungener Auftakt zu einer neuen Trilogie.

 

 

 

Kartoniert, 16,00  EUR *) - Erscheint am 16.06.20

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Endlich geht's weiter:

Björn Diemel ist zurück - und mordet ganzheitlicher als je zuvor.


Björn Diemel hat die Prinzipien der Achtsamkeit erlernt, und mit ihrer Hilfe sein Leben verbessert. Er hat den stressigen Job gekündigt und sich selbstständig gemacht. Er verbringt mehr Zeit mit seiner Tochter und streitet sich in der Regel liebevoller mit seiner Frau. Ach ja, und nebenbei führt er noch ganz entspannt zwei Mafia-Clans, weil er den Chef des einen ermordet und den des anderen im Keller eines Kindergartens eingekerkert hat. Warum nur kann Björn das alles nicht genießen? Warum verliert er ständig die Beherrschung? Hat er das Morden einfach satt? Ganz so einfach ist es nicht. Sein Therapeut Joschka Breitner bringt ihn endlich auf die richtige Spur: Es liegt an Björns innerem Kind!

 

 

Taschenbuch, 10,99 EUR *)

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Für Sie wiederentdeckt:

Steinunn lebt als Witwe mit ihren 6 Kindern – drei Jungen, drei Mädchen –   Anfang des 20. Jahrhunderts in Reykjavik. Sie beschließt, in den Norden Islands zu ziehen, um jedem ihrer Kinder den Schulbesuch und eine anschließende Ausbildung zu ermög-lichen. Sie ist streng und unerbittlich, verliert ihr Ziel nie aus den Augen. Egal, welchen Preis sie dafür zahlen muss und was die Familie dafür ertragen muss.
Karitas ist die jüngste Tochter Steinunns und arbeitet aushilfsweise als Wäscherin in einer reichen Familie. Dort wird ihr Zeichentalent von der Dame des Hauses entdeckt und gefördert. Ihr wird ein Kunststudium in Dänemark ermöglicht und finanziert. Nach 5 Jahren im Ausland und einem völlig anderen Leben kehrt sie nach Island zurück. Das Schicksal bringt sie mit einem Mann zusammen, den sie überreden kann, ihr als Model zur Verfügung zu stehen. Ein Entschluss mit schwerwiegenden Folgen.
Der Leser wird in das harte und entbehrungsreiche Leben der Familie entführt. Parallel dazu erfährt er die Gefühle und Einstellungen Karitas aus deren Sicht als Frau und Künstlerin. Das Schicksal stellt sie vor große und unüberwindbar scheinende Herausforderungen.
Die eindringlichen Schilderungen versetzen den Leser gut 100 Jahre zurück nach Island, in die karge und rauhe Landschaft, den bitteren Alltag und den Kampf der Frauen um ihre Rechte. Man lebt ihr Leben förmlich mit.
Großartig!

 

 

Taschenbuch, 9,99 EUR *)

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Ein stilles, schönes Lesevergnügen. Der 15-jährige Robert kommt aus einer Bergarbeiterstadt im Norden Englands. Sein Leben und das seiner Familie ist geprägt vom Bergbau, auch sein berufliches Schicksal scheint vorgegeben. Unmittelbar nach dem zweiten Weltkrieg - Großbritannien liegt wie ganz Europa am Boden - macht er sich zu Fuß auf in die Ferne, in Richtung Nordsee, um seinem Sehnsuchtsort Meer und sich selber näherzukommen. Unterwegs verdingt er sich als Tagelöhner und arbeitet für Kost und Logis. Er landet an der Küste Yorkshires und trifft dort auf die - heute würde man sagen: durchgeknallte - Dulcie, die in einem kleinen Cottage an der Küste lebt und sich von niemandem vorschreiben lässt, wie man zu leben hat. Sie kümmert sich um den jungen Mann, gibt ihm Arbeit, von der es auf ihrem verwilderten Anwesen reichlich gibt, und hilft ihm mit ihrer liebenswerten, ehrlichen und klugen Art, seinen eigenen Weg zu finden. Und Robert kommt nach und nach dem Geheimnis auf die Spur, das Dulcie vor ihm zu verbergen versucht. Je mehr er über sie erfährt, desto mehr erfährt er auch über sich selber und seine Fähigkeiten.

Ein wunderschönes, nicht schnulziges Buch über das Erwachsenwerden, Sehnsüchte und die große Liebe.

 

 

Gebunden, 20,00 EUR *)

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Elsa, eine junge Biologin, trennt sich von ihrer großen Liebe, einem verheirateten Universitätsprofessor. Sie ruft in  ihrer Enttäuschung und Not die 83jährige Pauline an, bei der sie als 8- und 9jähriges Kind eine Zeitlang die großen Ferien verbrachte. Seitdem tauschten sie  trotz des gut 50jährigen Altersunterschiedes Karten, Gedichte und Briefe aus.
Pauline bietet Elsa an, einige Tage bei ihr zu verbringen.
Die beiden ungleichen Frauen verbringen diese Tage mit sehr intensiven Gesprächen über Elsas Liebe und deren Bedeutung für sie. Die bewegte Vergangenheit Paulines kommt zur Sprache und die Entscheidungen, die für sie in ihrem Leben getroffen wurden und die sie akzeptiert hat. Elsa erfährt, welche ungewöhnlichen Wege und Reisen Pauline mit Max, ihrem späteren Mann, eingeschlagen hat. Immer tiefer geraten sie in das höchst interessante und ungewöhnliche Leben, das durch Elsas Augen und anderen Lebenserfahrungen 60 Jahre später eine ganz andere Deutung bzw. Hinterfragung erfährt.

Zwei Frauen, die – in unterschiedlichen Jahrhunderten und völlig anderen gesellschaftlichen Lebensumständen aufgewachsen – ihre Erfahrungen austauschen und ihre Einstellungen hinterfragen.
Eine spannende Geschichte, wunderbar erzählt, die ihren Leser in den Bann zieht und sich nach und nach erklärt.

 

 

Gebunden, 20,00 EUR *)

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Bombay, 1854. Die drei Brüder Schlagintweit aus Bayern erforschen dank der Unterstützung Alexander von Humboldts für drei Jahre Indien und den Himalaya. Als Begleiter und Übersetzer fungiert u.a. ein kleiner, sehr intelligenter Junge namens Bartholomäus, der in einem Waisenhaus von einem deutschen Missionar erzogen und gefördert wurde. Er spricht mehrere Sprachen und wurde wegen der Bevorzugung durch Vater Fuchs von den Anderen gemobbt. Eines Tages verschwindet der Missionar und sein Schützling muss seinen eigenen Weg finden.
Bartholomäus, gelegentlich vorlaut und von sich und seinen Kenntnissen überzeugt, begleitet die Expeditionen, beobachtet die drei Brüder, analysiert und hinterfragt ihr Handeln, ihre Ansichten und Absichten. Er hält Ideen, Absichten und Erkenntnisse ebenso wie Gefühle, Fragen und Zweifel in einem Büchlein fest, da er wertvolle Momente für das erste Museum Indiens, das er gründen will, sammelt.

Der Leser wird aus der Sicht eines gescheiten jungen Inders mit auf verschiedene Expeditionen genommen und erlebt mit den Augen eines Einheimischen das sonderbare Gebaren der „Firengis“.
Ein spannender, höchst  fesselnder, mal amüsant und vergnüglich, mal nachdenklich stimmender Roman. Die  Perspektive Bartholomäus ermöglicht dem Leser einen ungewöhnlichen Blick auf die Kolonialisierung, den Macht-missbrauch einiger Weltmächte sowie die Verwandlung eines neugierigen Kindes in einen kritischen jungen Mann.

 

 

Gebunden, 24,00 EUR *)

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Auf der uralten Burg Stormy Castle wacht seit 288 1/4 Jahren der verstorbene Junge Eddie Fox zusammen mit seiner Freundin, der Zwergfledermaus Tilla und dem schusseligen Hausdrachen Golfo. Eddie entstammt einer Zauberer Familie, doch seinen Eltern war das Leben auf der Burg zu langweilig, die zwei geistern lieber in der Welt herum und lassen sich nur ab und zu auf Stormy Castle blicken. Das ist Eddie ganz recht, denn er liebt es, seine Ruhe zu haben und vermeidet so gut es geht Lärm und ungebetene Besucher.

Doch mit dieser Ruhe wird es wohl bald vorbei sein, denn es soll eine Schule in den Burggemäuern entstehen! Eddie und Tilla müssen sofort etwas unternehmen und beschließen, die zukünftige Schulleiterin und deren Tochter Pia mit etwas Grusel zu vertreiben. Das ist leichter gesagt als getan, denn Pia ist ein ziemlich unerschrockenes Mädchen. Schlimmer noch, sie liebt Abenteuer und ist sofort begeistert von Eddies magischen Spukversuchen. Sie versucht sogar, seine Freundschaft zu gewinnen, was Eddie alles andere als erfreut. Aber im Laufe der Zeit muss er   feststellen, dass es vielleicht gar nicht so übel ist, eine Freundin an seiner Seite zu haben, die auch in schlechten Zeiten für einen da ist!

Das neue Buch der bekannten Autorin Antje Szillat mit vielen tollen Illustrationen von Susanne Göhlich ist ein fantasievolles und lustiges Lesevergnügen. Dabei kommen auch Themen wie Freundschaft, Ausgrenzung und Hilfsbereitschaft nicht zu kurz.

Das Buch ist zum Selberlesen für Kinder ab 8 geeignet, aber auch zum Vorlesen ab 6 ein großer Spaß für die ganze Familie!

 

 

Gebunden, 12,99 EUR *)

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Der neue Fantasyroman der amerikanischen Autorin Katherine Applegate handelt von dem hundeartigen Wesen Byx, das nach einem brutalen Überfall sein ganzes Rudel verliert. Um nicht zum Endling, dem letzten ihrer Art zu werden, beschließt Byx, sich zusammen mit ihrem Freund Tobble auf die gefährliche Reise ins Reich Nedarra zu machen, wo einer Legende nach eine Gruppe ihresgleichen leben soll.
Bald schon schließt sich den beiden das mutige Menschenmädchen Khara an, und die drei müssen schnell lernen, sich zu vertrauen, wenn sie  auf ihrem wagemutigen Abenteuer scheinbar übermächtigen Feinden gegenüberstehen und immer wieder in aussichtslose Situationen geraten.
 
Der Beginn dieser Trilogie überzeugt mit einer bildgewaltigen Sprache, sympathischen Charakteren und einer sehr spannenden Handlung, in der es um die Themen Freundschaft, Zusammenhalt und Toleranz anderen Wesen gegenüber geht. Aber es wird ebenfalls Bezug auf den Artenschutz und die drohende Ausrottung der Natur genommen, weshalb man die Problematik in diesem Roman auch gut auf die heutige Zeit übertragen kann, was den einen oder anderen Leser vielleicht zum Nachdenken anregen wird!
Geeignet für Kinder ab 11 Jahren.

 

 

Gebunden, 15,95 EUR *)

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Renée Ballard arbeitet als Detective in der Millionenstadt Los Angeles. Als Mitglied der "Late Show" hat sie ausschließlich Nachtschichten, fünf Tage die Woche. Normalerweise ist sie, gemeinsam mit ihrem Partner Jenkins, nachts als Erste am Ort des Verbrechens, nimmt den Fall auf, um ihn dann am Morgen der entsprechenden Abteilung zu übergeben. Für eine begabte und ehrgeizige Ermittlerin nicht immer einfach, nur selten kann sie einen Fall zu Ende bringen. Doch eines nachts hat sie gleich zwei Fälle, die sie nach Schichtende beschäftigen: Eine junge Frau wurde halbtot auf der Straße gefunden, und in derselben Nacht hat ein Mann fünf Menschen in einem Nachtclub erschossen. Renée Ballard beginnt auf eigene Faust zu ermitteln.


Michael Connelly bietet dem Leser tiefe Einblicke in die Organisation und Arbeitsweise der amerikanischen Polizei, fast wie in einer Dokumentation. Mit "Late Show" hat er einen großartigen, klassischen Polizei-Krimi geschrieben. Ich bin begeistert!

 

Gebunden, 19,90 EUR *)

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Der Highschool Schüler Frank ist der Sohn koreanischer Einwanderer und wird von seinen Eltern streng nach deren kulturellen Wertevorstellungen erzogen. Obwohl er sich durch und durch als Amerikaner fühlt und noch nicht einmal koreanisch spricht, bestehen sein Vater und seine Mutter darauf, dass er nur koreanische Mädchen treffen darf.
Aus diesem Grund hat Franks ältere Schwester vor einiger Zeit den Kontakt zu ihren Eltern abgebrochen und ist an die Ostküste gezogen, worunter Frank sehr leidet.
Nun verliebt er sich jedoch in seine weiße Mitschülerin Brit. Um dies zu verheimlichen und sich mit ihr treffen zu können, schmiedet er mit seiner besten Freundin einen Plan. Denn die ebenfalls koreanischstämmige Joy hat ein ähnliches Problem mit ihrem Freund. Die zwei täuschen vor, eine Beziehung miteinander zu haben, was die befreundeten Elternpaare endlich beruhigen und zufriedenstellen soll. Es ist klar, dass dieser Plan komplizierter wird als gedacht...

Die Geschichte von Frank und seiner Clique ist weit mehr als eine jugendliche Lovestory. Es geht um Themen wie Rassismus, Migration, Freundschaft und Familie und vor allem um das Erwachsenwerden. Denn Frank muss seine eigene Identität finden und sich von bestimmten Erwartungen seiner Mitmenschen lossagen, um seinen Weg einzuschlagen.

David Yoon hat mit seinem Debüt einen tollen Coming-of-Age Roman geschaffen, der nicht nur Jugendlichen gefallen wird! Das Buch ist emotional und nachdenklich, aber auch sehr humorvoll und dabei immer spannend.

 

 

Gebunden, 19,00 EUR *)

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