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1187 Seiten
 
 
 

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Zwei Brüder, Konstantin und Hubert, genannt Koja und Hub. Sie entstammen der baltendeutschen Familie Solm - die Mutter kommt aus altem Adel - und wachsen in den Wirren um das Baltikum, das immer ein Zankapfel der Mächtigen war, auf.
Mit der Adoptivschwester der beiden, Ev, entwickelt sich im Laufe der Jahre ein auch amouröses Dreiergestirn. Hub, der Technokrat und Theologe, und Koja, der Schöngeist und Künstler, landen bereits zu Beginn der Nazizeit bei den braunen Horden - zunächst bei der SA, später bei der SS. Die Beweggründe sind einfach: Hub, weil der ein überzeugter Nationalsozialist ist, und Koja, weil der eigentlich alles tut, was sein Bruder ihm sagt. Gemeinsam werden sie zu Tätern und müssen die jüdische Herkunft ihrer Adoptivschwester vertuschen.
Nach dem Krieg helfen sie - immer noch in der Gesinnung und mit Personal der Nazidiktatur - den deutschen Geheimdienst mit aufzubauen. Auch hierbei gehen sie über Leichen und waschen ihre Biographien rein.
Als Rahmen dient dem Autor ein Krankenhausaufenthalt von Koja in den 1970er Jahren. Koja erzählt seinem Bettnachbarn, einem typischen Hippie jener Zeit, seine Lebensgeschichte.
Ein Roman, der versucht zu erklären, warum Menschen Dinge tun, die sie eigentlich zutiefst verabscheuen. Großartig erzählt vom Regisseur und Filmemacher Chris Kraus.